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Mehr Verkehr auf die Schiene

Bahngleise

Foto: BMU/H.-G. Oed

„Mehr Verkehr auf die Schiene” - dieses Ziel verfolgt nicht nur der VCD, auch die Politik hat es immer wieder formuliert. Wesentliche Voraussetzungen dafür sind eine leistungsfähige Schieneninfra-
struktur, faire Wettbewerbsbedingungen und eine Energiebesteuerung, die sich an Umwelt- und Gesundheitsrisiken orientiert. Darin ist sich der VCD mit anderen Umweltverbände und der Deutschen Bahn AG einig.

Das System Schiene soll effizienter werden. 1994 wurden daher im Rahmen der Bahnreform die ehemaligen Staatsbahnen in eine Aktiengesellschaft überführt, es entstand die heutige Deutsche Bahn AG als erster Schritt der Bahnprivatisierung. In den ersten zehn Jahren nach der Bahnreform stagnierte der Anteil des Schienenverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen sowohl im Personen- als auch im Schienengüterverkehr. Wegen der steigenden Spritpreise entscheiden sich jedoch inzwischen immer mehr Menschen für die umweltfreundliche Bahn und auch der Schienengüterverkehr gewinnt durch die Verteuerung des Straßenverkehrs an Anteilen. So machte 2007 der Personenverkehr 7,5 Prozent, der Schienengüterverkehr 17,3 Prozent des Gesamtverkehraufkommens aus.

Als Umwelt- und Verbraucherverband unterstützt der VCD die Ziele der Bahnreform. Doch da die Bilanz bisher negativ ausfällt, hat der VCD ein eigenes Konzept erarbeitet, mit dem das Ziel „Mehr Verkehr auf die Schiene” erreicht werden kann. Darin erläutert der VCD, wie durch Streckenreaktivierungen, Neu- und Ausbaumaßnahmen und durch zusätzliche Halte der Anteil des Schienenverkehrs mit nur wenigen Mitteln spürbar gesteigert werden kann. Die VCD Studie mit dem Titel „Bahn 21” zeigt somit klare Perspektiven für ein leistungsfähigeres Schienennetz auf.

Außerdem hat der VCD gemeinsam mit anderen Partnern eine Initiative für eine konzeptionelle Verbesserung des Bahnverkehrs und effektivere Nutzung der Investitionsmittel in das Schienennetz gestartet. Ziel ist die Einführung eines bundesweiten integralen Taktfahrplans (Deutschland-Takt).

Vorgaben für mehr Wettbewerb auf der Schiene kommen auch aus Europa. Diese müssen in nationales Recht umgesetzt werden, was eine Novelle des Allgemeinen Eisenbahngesetzes (AEG) notwendig werden lässt. Der VCD hat im zugehörigen Gesetzgebungsverfahren umfassend Stellung genommen.

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