Pflanzenöl: für Auto und Salat

Rapsfeld
Foto: PhotoCase.com

Pflanzenöl als Kraftstoff kann aus einer Vielzahl von Ölpflanzen und -früchten hergestellt werden. In Deutschland handelt es sich bisher fast ausschließlich um Rapsöl. Die Herstellung von Pflanzenöl kann für jeden Landwirt von Interesse sein. Doch weder Politik noch Automobilhersteller machen sich bisher für diese Alternative stark. Deshalb wird sie vermutlich eine Nischenlösung bleiben. Heute fahren ca. 20.000 Fahrzeuge in Deutschland mit Pflanzenöl.

Vorteile

Pflanzenöl ist ein nachwachsender Rohstoff, damit verfügt es über eine gute CO2-Bilanz. Gegenüber Biodiesel zeichnet es sich durch eine deutlich einfachere Produktion aus, die aufwendige Umesterung entfällt. Wegen seiner geringen Grundwasserbelastung ist es sehr gut auf unversiegelten Böden einsetzbar. Für die Land- und Forstwirtschaft sollten daher verstärkt Fahrzeuge und Maschinen umgerüstet werden. Der VCD fordert von der Politik, dies finanziell zu fördern. Als Ausgleich sollten fragwürdige Subventionen für Agrardiesel, der nichts anderes als herkömmlicher Diesel ist, abgebaut werden.

Nachteile

Mit Raps als Grundlage hat die Produktion von Pflanzenöl die gleichen Nachteile, wie die von Biodiesel. Dazu kommt noch, dass Pflanzenöl in Kombination mit Partikelfiltern, wie sie in Neufahrzeuge eingebaut werden, nicht verwendet werden kann. Pflanzenöl wird seit dem 1. Januar 2008 ebenfalls besteuert und es gibt kein ausreichendes Tankstellennetz. Umrüstungen sind mit circa 2000 Euro recht teuer.

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