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Biodiesel: Kraftstoff vom Acker

Tankwart hält Zapfpistole

Foto: PhotoCase.de

Biodiesel ist bereits seit vielen Jahren auf dem Markt. Der Kraftstoff wird auch Rapsmethylester (RME) genannt, da er in Deutschland überwiegend aus Rapsöl stammt. Auch andere Ölpflanzen (beispielsweise Palmöl, Sojaöl, Sonnenblumenöl) eignen sich für die Biodieselproduktion, sind hierzulande aber nur ein Nischenprodukt. Raps kann nur alle vier Jahre auf dem gleichen Feld angebaut werden und für hohe Erträge ist ein großer Dünger- und Pestizideinsatz üblich.

Biodiesel darf nur in vom Hersteller freigegeben Motoren getankt werden. Neue Dieselfahrzeuge mit serienmäßigem Partikelfilter dürfen reinen Biodiesel nicht tanken. Biodiesel wird inzwischen herkömmlichem Diesel mit einem Anteil von 4 % beigemischt.

Vorteile

Die CO2-Bilanz von Biodiesel ist besser als die von herkömmlichem Diesel. Das Umweltbundesamt spricht von 20 bis 80 Prozent Einsparpotenzial bei den Treibhausgasen. Die große Spanne liegt vor allem daran, wie viel Lachgas als Folge der Stickstoff(über)düngung frei wird. Lachgas ist ein starkes Klimagas mit etwa 300-mal größerer Klimaschädlichkeit als CO2.

Nachteile

Ein mit Biodiesel betanktes Auto stößt zwar weniger Ruß, aber deutlich mehr Stickoxide aus als ein herkömmlicher Diesel. Entscheidender Nachteil: Neuwagen mit moderner Filtertechnik dürfen reinen Biodiesel gar nicht tanken. Der Preisvorteil gegenüber herkömmlichen Diesel betrug in der Vergangenheit zehn bis 20 Cent, da Biodiesel von der Mineralölsteuer befreit war. Seit August 2006 wird der Kraftstoff allerdings mit neun Cent pro Liter besteuert, und bis 2012 steigt die Abgabe auf den vollen Dieselsteuersatz an. In einem Liter Biodiesel steckt weniger Energie als in einem Liter Diesel, deshalb verbraucht ein mit Biodiesel betanktes Auto etwa zehn Prozent mehr. Biodiesel rechnet sich daher künftig nicht mehr.

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