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Flüssiggas: nicht nur im Campingkocher

Gasflamme eines Campingkochers vor schwarzem Hintergrund

Foto: PhotoCase.com

Flüssiggas (LPG = Liquified Petroleum Gas), auch Autogas genannt, ist ein Gemisch aus Propan und Butan. Es entsteht als Nebenprodukt bei der Erdölförderung und −raffination. Bislang wird es häufig vor Ort abgefackelt.

Es gibt derzeit keine Serien-Fahrzeuge mit Flüssiggasantrieb auf dem deutschen Markt. Einige Hersteller bieten allerdings, gegen einen Aufpreis von 2000 bis 2500 Euro Umrüstungen bereits vor dem Kauf an (z.B. Subaru, Lada, Mitsubishi, Chevrolet), andere importieren auf Wunsch Serienfahrzeuge aus dem Ausland. In beiden Fällen haben die Fahrzeuge volle Hersteller-Garantie. Die Umrüstung ist auch nachträglich in zahlreichen Werkstätten durchführbar und für alle Benziner ohne Direkteinspritzung möglich. Sie kostet zwischen 1200 und 2800 Euro.

Vorteile

Flüssiggas schneidet bei den Schadstoff-Emissionen ähnlich gut ab wie Erdgas, bei der Verbrennung wird allerdings etwas mehr CO2 emittiert. Die Umrüstung auf Flüssiggasantrieb ist einfacher und kostengünstiger als die auf Erdgasantrieb. Ab August 2006 ist ein verminderter Mineralölsteuersatz bis 2018 wirksam. Flüssiggas wird somit steuerlich dem Erdgas gleichgestellt.

Nachteile

Flüssiggas ist eine begrenzte Ressource und die Verbrennung setzt wie bei allen fossilen Brennstoffen Treibhausgase frei. Es gibt mehr Tankstellen, die Flüssiggas anbieten, als Erdgastankstellen. Das Tankstellennetz ist aber regional relativ unregelmäßig. Ein großer Teil der Flüssiggas-Anbieter sind Gashändler und Autohäuser, die meist nur begrenzte Öffnungszeiten haben.

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