Erdgas: mobil ohne Ruß
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Foto: BMU/B. Hiss |
Der Kraftstoff Erdgas, der größtenteils aus Methan besteht, wird als komprimiertes Gas (CNG = Compressed Natural Gas) angeboten. Es existieren zwei Qualitätsstufen, H- und L-Gas, die je nach Region erhältlich sind. H-Gas hat einen höheren Energiegehalt als L-Gas, ist aber entsprechend teurer. Erdgas ist ein fossiler Brennstoff und kommt wie das Gas zum Heizen und Kochen in Pipelines bei uns an.
Etwa 20 verschiedene Modelle namhafter Hersteller sind zur Zeit als serienmäßige Erdgasfahrzeuge auf dem Markt. Die Erdgaswirtschaft ist dabei, die Tankstelleninfrastruktur in Deutschland von derzeit 770 in den nächsten Jahren auf 1000 Erdgastankstellen auszubauen. Zukünftig soll jede zehnte konventionelle Tankstelle den Kraftstoff Erdgas anbieten.
Vorteile
Erdgasfahrzeuge sind leise und stoßen praktisch keine Rußpartikel aus. Auch bei den Stickoxiden (NOx) sind sie deutlich sauberer als Diesel. Die Kohlendioxid-Emissionen sind verglichen mit Benzinfahrzeugen niedriger. Ohne Umrüstung ist auch Biogas in Erdgasfahrzeugen nutzbar. Erdgas wird wegen seiner Umweltvorteile von der Bundesregierung bis 2018 steuerlich gefördert und kostet an der Tankstelle umgerechnet nur halb so viel wie Benzin. Weitere Einsparungen sind bei Versicherungen mit Öko-Bonus möglich. Zusätzlich bieten zahlreiche lokale Erdgasanbieter Fördermittel z.B. in Form von Tankgutscheinen an. Anfängliche Mehrkosten beim Kauf eines Erdgasautos lassen sich somit wieder einfahren.
Nachteile
Erdgas ist eine begrenzte Ressource und die Verbrennung setzt wie bei allen fossilen Brennstoffen Treibhausgase frei. Die Umrüstung eines Benziners auf Erdgasantrieb ist bei einem gebrauchten Fahrzeug deutlich aufwändiger als bei Flüssiggas. Deshalb ist der Kauf eines auf Erdgasantrieb optimierten Neufahrzeuges die bessere Wahl. Das Tankstellennetz für Erdgas ist zwar in Ballungsräumen gut ausgebaut, aber in ländlichen Regionen noch ausbaufähig. Bis Ende 2008 entstehen 150 neue Erdgastankstellen an Autobahnen.



