Hybridantrieb: schwingen und schieben
Hybridfahrzeuge nutzen einen Benzin- und einen Elektromotor für den Antrieb. Der Strom für den Elektromotor kommt allerdings nicht aus der Steckdose, er wird an Bord erzeugt. Das funktioniert entweder über den Ottomotor oder nach dem Dynamoprinzip, durch die Nutzung der Brems- oder der Schwungenergie.
Beim Anfahren und bei niedrigen Geschwindigkeiten fährt das Hybridfahrzeug elektrisch. Wird mehr Leistung gefordert, schaltet sich automatisch der Verbrennungsmotor zu. Bergab und beim Bremsen schaltet er sich wieder aus. Bei hoher Leistungsanforderung unterstützt der Elektromotor den Benzinmotor.
Die deutsche Automobilindustrie hat die Entwicklung des Hybridantriebs völlig verschlafen. Zur Zeit bieten nur Honda und Toyota Hybridautos an, US-Hersteller ziehen nach. Erst 2008 kommt Audi als erster deutscher Hersteller mit einem Hybrid-Fahrzeug auf den Markt, dem überdimensionierten Geländewagen Q7.
Vorteile
Die Technik ist sparsam und erreicht gute Umweltwerte. Bei vernünftiger Fahrweise sind der Honda Civic Hybrid und der Toyota Prius ein echtes Fünf-Liter-Auto. Beide führen deshalb zur Zeit die VCD Auto-Umweltliste an.
Nachteile
Noch gibt es nur vier Pkw mit Hybridantrieb auf dem Markt: Toyota Prius, Lexus GS 450 h und RX 400 h sowie Honda Civic Hybrid. Wie sich am Lexus RX und Audi Q7 zeigt, besteht bei den Herstellern die Tendenz, vornehmlich schwere Energiefresser mit der Hybridtechnik auszustatten. Es ist zu hoffen, dass die Technik zukünftig auch in kleinere Wagen eingebaut wird, die dann noch sparsamer sein können.


