Hybridantrieb: schwingen und schieben

- Foto: VCD / Andreas Labes
Hybridfahrzeuge nutzen einen Benzin- und einen Elektromotor für den Antrieb. Der Strom für den Elektromotor kommt überwiegend nicht aus der Steckdose, er wird an Bord erzeugt. Das funktioniert entweder über einen ottomotorangetriebenen Dynamo oder die Nutzung der Brems- oder Schwungenergie. Modelle, deren Batterie auch über die Steckdose aufgeladen werden kann, können auf kurzen Distanzen rein elektrisch betrieben werden (Plug-In-Hybrid).
Beim Anfahren und bei niedrigen Geschwindigkeiten fährt das Hybridfahrzeug elektrisch. Wird mehr Leistung zur Beschleunigung oder dem Fahren mit höherer Geschwindigkeit benötigt, schaltet sich automatisch der Verbrennungsmotor zu. Bei hoher Leistungsanforderung unterstützt der Elektromotor den Benzinmotor. Bergab und beim Bremsen funktioniert der Elektromotor als Dynamo und gewinnt so Energie zurück.
Die deutsche Automobilindustrie hat die Entwicklung des Hybridantriebs völlig verschlafen. Bis vor Kurzem boten nur Honda und Toyota Hybridautos an, andere Hersteller haben aber mittlerweile nachgezogen.
Vorteile
Die Technik ist sparsam und erreicht gute Umweltwerte. Bei vernünftiger Fahrweise sind der Honda Civic Hybrid und der Toyota Prius echte Fünf-Liter-Autos. Beide führen deshalb seit einigen Jahren die VCD Auto-Umweltliste an.
Nachteile
Noch gibt es nur wenige vernünftige Pkw mit Hybridantrieb auf dem Markt, beispielsweise den Toyota Prius oder den Honda Civic Hybrid. Wie sich am Lexus RX und Audi Q7 zeigt, besteht bei den Herstellern die Tendenz, vornehmlich schwere Energiefresser mit der Hybridtechnik auszustatten. Es ist zu hoffen, dass die Technik zukünftig auch in kleinere Wagen eingebaut wird, die dann noch sparsamer sein können.
