Hybridantrieb: schwingen und schieben

Blick unter die Motorhaube eines Hybrid-Autos
Foto: VCD / Andreas Labes

Hybridfahrzeuge nutzen einen Verbrennungs- und einen Elektromotor für den Antrieb. Der Strom für den Elektromotor kommt bei aktuellen Modellen nicht aus der Steckdose, er wird an Bord erzeugt. Das funktioniert entweder über einen motorangetriebenen Dynamo oder die Nutzung der Brems- oder Schwungenergie.

Beim Anfahren und bei niedrigen Geschwindigkeiten fährt das Hybridfahrzeug elektrisch. Wird mehr Leistung zur Beschleunigung oder dem Fahren mit höherer Geschwindigkeit benötigt, schaltet sich automatisch der Verbrennungsmotor zu. Bei hoher Leistungsanforderung unterstützt der Elektromotor den Benzinmotor. Bergab und beim Bremsen funktioniert der Elektromotor als Dynamo und gewinnt so Energie zurück. Rein elektrisch, also ohne Zuschalten des Verbrennungsmotors, können Hybride maximal zwei Kilometer weit fahren. Bisher haben Hybrid-Pkw überwiegend einen Benzinmotor. Inzwischen gibt es aber auch die ersten Diesel-Hybride.

So genannte Plug-In-Hybride, die ab 2012 zuerst von Toyota auf den Markt gebracht werden, können ihre Batterie auch über die Steckdose aufladen. Sie können bis zu 20 Kilometer weit rein elektrisch fahren.

Die deutsche Automobilindustrie hat den Hybridantrieb zwar erfunden, aber die Entwicklung des Hybridantriebs zur Serienreife völlig verschlafen und japanischen Herstellern überlassen. Bis vor Kurzem boten nur Honda und Toyota Hybridautos an, deutsche Hersteller ziehen inzwischen nach, allerdings bisher nur bei teuren Luxuslimousinen, die trotzt Hybridantrieb als nicht umweltverträglich gelten.

Vorteile

Die Technik ist sparsam und erreicht gute Umweltwerte. Bei vernünftiger Fahrweise sind der Toyota Prius, Toyota Auris Hybrid sowie die Honda-Modelle insight und Civic Hybrid echte Spritspar-Autos. Seit einigen Jahren erreichen deshalb Hybridfahrzeuge in der VCD Auto-Umweltliste Spitzenplätze.

Nachteile

Noch gibt es nur wenige vernünftige Pkw mit Hybridantrieb auf dem Markt. Wie sich am Audi Q7 oder Porsche Cayenne zeigt, besteht bei einigen Herstellern die Tendenz, vornehmlich schwere Spritfresser mit der Hybridtechnik auszustatten. Es ist dringend notwendig, dass die Technik auch in kleinere Wagen eingebaut wird, die dann noch sparsamer sein können.

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