Klimaverträgliche Mobilität

Gelbe Straßenbahn
Foto: © AM/ PIXELIO

Mobil zu sein ist nicht nur ein grundlegendes Bedürfnis. In der heutigen Zeit wird auch zunehmend von Menschen erwartet, mobil zu sein − ob es um die Fahrt zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkaufen geht. Mobil ist nicht zwangsläufig jener, der sich oft, weit und schnell bewegt: Mobil ist auch, wer seine täglichen Ziele ohne hohen Aufwand an Energie, Geld und Kilometern erreicht.

Es muss nicht immer das Auto sein

Immer mehr Wege werden heute zu Fuß oder mit dem Fahrrad statt dem Auto zurückgelegt. Für 61 Prozent aller Wege steigen die Bundesbürger inzwischen in den Pkw. Dabei ist die Hälfte aller Autofahrten kürzer als 6 km, fünf Prozent sind sogar kürzer als 1 km. Häufig wird das Auto aus reiner Gewohnheit genutzt, obwohl es langsamer und teurer ist und die Umwelt stärker belastet als die möglichen Alternativen. Gerade bei kurzen Strecken ist das Auto keine gute Wahl: Ein kalter Motor verbraucht auf den ersten drei Kilometern bis zu 35 Liter pro 100 Kilometer. Das ist nicht nur schlecht fürs Klima, sondern auch fürs Portemonnaie. Einige Tipps, wie man mit dem Auto möglichst klimabewusst unterwegs sein kann, haben wir für Sie zusammengestellt.

Zu Fuß oder mit den Rad emissionslos unterwegs

Wer kurze Wege zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegt, ist im Vergleich zum Auto häufig schneller am Ziel, tut etwas für seine Gesundheit und emittiert kein CO2. Für längere Entfernungen gibt es Busse und Bahnen: Mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs zu sein ist nicht nur klimaschonend, die Fahrzeit kann auch - anders als im Auto - zum Lesen, Schlafen oder Essen genutzt werden. Entscheidend ist die Auslastung von Bus und Bahn: Je mehr Menschen öffentliche Verkehrsmittel nutzen und dafür ihr Auto stehen lassen, desto besser wird die Klimabilanz.

Klimakiller Flugverkehr

Folgt man aktuellen Wachstumsprognosen für den Flugverkehr, entwickelt sich dieser schon bald zum Klimakiller Nummer eins. Denn aufgrund der großen Höhe, in der Flugzeuge ihre Abgase ausstoßen, ist die Treibhauswirkung im Vergleich zu bodennahen Emissionen drei- bis viermal so stark (so genannter RFI-Faktor). Für Flugreisen sollte der Grundsatz gelten: Fliegen Sie seltener, bleiben Sie dafür länger vor Ort. Wer eine freiwillige Emissionsabgabe für seinen Flug bei einem zertifizierten Kompensationsanbieter (wie z.B. atmosfair oder greenmiles) bezahlt, unterstützt Projekte, die zur Verringerung des CO2-Ausstoßes führen. Am besten für die Umwelt ist es aber immer noch, den eigenen CO2-Ausstoß aktiv zu verringern, statt ihn zu kompensieren. Denn tatsächlich »klimaneutral« oder »CO2-frei« ist keine Ausgleichsmaßnahme.

Das kann jeder tun, um klimaverträglich unterwegs zu sein:

  • Vermeiden − auf unnötige Fahrten und Transporte verzichten
  • Verlagern − umweltverträgliche Verkehrsmittel nutzen
  • Verbessern − sparsame Fahrzeuge wählen und effizient nutzen.

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