VCD Bahntest 2009 - Frust und Lust des Bahnfahrens

- Foto: pixelio.de, Dieter Schütz
Der VCD Bahntest 2009 legte den Untersuchungsschwerpunkt auf die Bedürfnisse der Fahrgäste und der potentiellen Nutzer. Wir wollten wissen, was Menschen vom Bahnfahren abhält und was sie am Bahnfahren schätzen. Was muss die Deutsche Bahn AG verändern, um die Bahn auch bei Nichtfahrern als alternative Fortbewegungsart zu etablieren?
Flexibilität hat Vorrang
Ein zentrales Ergebnis des VCD Bahntests 2009 ist der Wunsch der Menschen nach hoher Flexibilität. Dabei möchten sie möglichst schnell von Ort zu Ort gelangen. Menschen, die mit der Bahn unterwegs sind, wollen pünktlich und sicher ankommen. Dafür nehmen sie auch längere Fahrzeiten und höhere Preise in Kauf. Langsam, teuer und wenig Komfort - das sind die Gründe, die von Autofahrerinnen und Autofahrern genannt werden, warum sie nicht mit der Bahn fahren. Bahnreisende beurteilen die Bahn hingegen sehr viel positiver. Die Bahn muss Nichtnutzer einen Anreiz bieten, die Bahn zu erfahren. Dafür sind attraktive, übersichtliche und nicht zuggebundene Angebote notwendig.
Das Fazit des VCD:
Um den Umstieg auf die Bahn attraktiver zu machen, muss die Bahn ihre Fahrplangestaltung grundlegend ändern. Zudem braucht der Schienenverkehr ein einheitliches Tarifsystem für den Nah- und Fernverkehr und Tickets müssen insgesamt günstiger werden. Um den Bedürfnissen nach Pünktlichkeit und Sicherheit entsprechen zu können, muss das gesamte Schienennetz in hoher Qualität instandgehalten werden. Langsamfahrstellen müssen verschwinden und Überholgleise erhalten und ausgebaut werden. Fahrgäste müssen zeitnah über Gründe einer Verspätung und Anschlussmöglichkeiten informiert werden.Der Einsatz der Bahn und der Politik für ein attraktiveres Angebot würde sich lohnen: Laut VCD Bahntest würden 47,2 Prozent der Befragten die Bahn zukünftig häufiger nutzen, wenn Faktoren wie Pünktlichkeit, Sicherheit oder Schnelligkeit häufiger erfüllt würden.



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