Weg vom Öl: Alternative Antriebe

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Die Erdölreserven sind begrenzt, gleichzeitig wächst der weltweite Ölbedarf rasant. Deshalb ist schon heute absehbar, dass der Bedarf an Benzin und Diesel in Zukunft nicht mehr aus Erdöl gedeckt werden kann. Wann genau die Ölvorkommen aufgebraucht sein werden, kann zwar niemand sagen. Einig sind sich die Experten jedoch darüber, dass in den kommenden Jahrzehnten Erdöl immer knapper und teurer wird. Fossile Brennstoffe wie das Erdöl sind aber nicht nur endlich, ihre Nutzung ist auch klimaschädlich. Bei der Verbrennung wird Kohlendioxid (CO2) frei, das den Treibhauseffekt anheizt. Deshalb ist es in jedem Fall notwendig, alternative Antriebsformen zu entwickeln.
Die wichtigste Alternative zu den vorherrschenden Antrieben besteht aus Sicht des VCD in einer enormen Effizienzsteigerung der Motoren: Langfristig dürfen Fahrzeuge nur ein Viertel des heutigen Energiebedarfs haben, gleichgültig mit welchem Antriebsstoff sie fahren. Nur so kann schwindenden Reserven einerseits und dringend erforderlichem Klimaschutz andererseits Rechnung getragen werden. Die Autoindustrie setzt dagegen vorwiegend auf synthetische Kraftstoffe mit günstiger CO2-Bilanz, um gerade nichts an den Jahr für Jahr schneller, stärker und schwerer werdenden Modellen ändern zu müssen.
Kraftstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen gelten als eine wichtige Alternative. Allerdings sind diese sogenannten Agrokraftstoffe nicht per se umweltschonender. Der VCD verweist auf das begrenzte Angebot und die mit alternativen Antriebsarten einhergehenden Probleme. So ist beispielsweise trotz aller Fortschritte bei den Agrokraftstoffen nicht vorstellbar, wie ausreichend Biomasse produziert werden könnte, um daraus auch nur annähernd die benötigten Treibstoffmengen zu gewinnen. Somit droht die Gefahr, dass durch indirekte Landnutzungsänderungen - Energiepflanzen verdrängen Ackerland für Nahrungs- und Futtermittel in sensible Bereiche wie Wälder und Moore - die Klimabilanz deutlich schlechter ist als die von fossilem Sprit, den sie eigentlich ersetzen sollen. Mit Agrosprit allein wird die Menschheit die motorisierte Fortbewegung jedenfalls nicht so praktizieren können, wie es die Industriestaaten seit Jahren vorleben und wie es mehr und mehr Nationen in der Welt kopieren. Mit dem Erforschen neuer Antriebsarten muss deshalb zugleich eine Mobilitätswende einhergehen.
Auf den folgenden Seiten zeigt der VCD, welche ernst zu nehmenden Alternativen zum Erdöl es gibt, welche Antriebe und Treibstoffe zur Zeit entwickelt werden, welche Vor- und Nachteile sie haben, was sie kosten und welches Potenzial in ihnen steckt.
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