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Fahrplanwechsel und Preiserhöhung

Fahrkartenautomat

Foto: www.Pixelio.de

Aktuell: Zum 13. Dezember 2009 erhöhte die Deutsche Bahn AG ihre Preise im Nah- und Fernverkehr um durchschnittlich 1,8  Prozent. Sowohl Einzelfahrscheine als auch Zeitkarten sind von dieser Preissteigerung betroffen. Die Preise für die vor allem bei Stammkunden beliebte Bahncard 50 steigen um gut zwei Prozent auf 230 Euro, die Bahncard 100 wird rund vier Prozent teurer. Begründet werden die Preiserhöhungen vor allem mit deutlich gestiegenen Personalkosten.

Bahnpreise: Einfach fahrgastfreundlich

Zu einer attraktiven Bahn gehören attraktive Preise. Wichtige Eckpunkte für ein fahrgastfreundliches Preissystem sind aus Sicht des VCD: Transparenz durch übersichtliche Tarife, Gruppen- und Familienfreundlichkeit, gute Angebote für Stammkundinnen und Stammkunden.

Zum 1. August 2003 hat die Deutsche Bahn AG (DB AG) ihr damals noch nicht einmal ein Jahr altes Preissystem „PEP” (Preis- und Erlösmanagement im Personenverkehr) zurückgenommen und es durch ein neues, stark vereinfachtes ersetzt. Grund für den Rückzug waren große Irritationen bei den Fahrgästen, Einbrüche bei den Fahrgastzahlen und Proteste durch Fahrgast- und Verbraucherverbände, zu denen allen voran der VCD gehörte.

Das wichtigste Anliegen für den VCD war es, die Bahn zur Wiedereinführung der im Dezember 2002 abgeschafften BahnCard 50 zu bewegen. Denn bereits seit 1988 fordert der VCD einen „Halb-Preis-Pass”, ein unkompliziertes Instrument für Menschen, die gerne und viel mit der Bahn fahren. 1992 schuf die Bahn mit der BahnCard 50 erstmals ein solches Instrument. Nicht zuletzt auf Druck des VCD bietet die Bahn seit dem ersten August 2003 die BahnCard 50 wieder an.

Seither setzt die DB AG in ihrem Preissystem auf die Zahlen 25, 50 und 100. Sowohl mit den BahnCards als auch mit den Sparpreisen können Fahrgäste nun Rabatte von 25 und 50 Prozent auf den normalen Fahrpreis bekommen, mit der BahnCard 100 fahren Sie sogar kostenlos im ganzen Netz. Wie teuer die verschiedenen BahnCards sind und für wen es sich lohnt, sie zu kaufen, können Sie in den VCD Service-Broschüren nachlesen. Ebenso sind dort die Bedingungen für Fahrten zu Sparpreisen und weitere Informationen zum Bahnpreissystem nachzulesen.

Aus Sicht des VCD bleibt die Preisgestaltung bei der DB AG unübersichtlich. Im Fernverkehr versucht sie, mit befristeten und kontingentierten Sonderangeboten neue Kundinnen und Kunden zu gewinnen und ihre Züge zu verkehrsschwachen Zeiten auszulasten. Grundsätzlich begrüßt der VCD dieses Vorgehen. Problematisch wird es allerdings, wenn solche Angebote über steigende Kosten für Stammkundinnen und Stammkunden finanziert werden. Außerdem fordert der VCD mehr Transparenz über die Anzahl der Tickets zum Sonderpreis und zu welchen Zeiten und für welche Verbindungen sie angeboten werden.

Im Nahverkehr sind neben der DB AG die Verkehrsverbünde für die Fahrpreise zuständig, dementsprechend groß ist die Vielfalt. Die DB AG bietet mit dem „Schönes-Wochenende-Ticket” und den „Ländertickets” vielfältige Möglichkeiten, günstig in der Region unterwegs zu sein. Mehr dazu finden Sie ebenfalls im unten stehenden Download zum Bahnpreissystem.

BahnCard zum halben Preis

Unter bestimmten Voraussetzungen kann die BahnCard 50 zum ermäßigten Tarif von derzeit 118,00 Euro erworben werde. Eine ermäßigte BahnCard 50 erhalten u.a. Senioren, die das 60. Lebensjahr vollendet haben. Bei einem laufenden BahnCard-Vertrag erfolgt erfahrungsgemäß keine automatische Umstellung auf den ermäßigten Tarif. Wir empfehlen daher, die BahnCard 50 fristgerecht zu kündigen und eine neue zum ermäßigten Tarif zu beantragen.

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