Klimawandel bremsen − CO2-Grenzwert jetzt!
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Fotodienst/Jan-Paul Kupser |
Bisher reagieren die Autoindustrie und die Politik kaum angemessen auf die Bedrohungen des Klimawandels. Obwohl die Verrringerung des Ausstoßes von Treibhausgas ein erklärtes Ziel der Bundesregierung ist, wird ein wesentlicher Faktor im Treibhauseffekt unterschätzt: der Verkehr.
Noch immer lautet die Devise: schneller, schwerer, stärker. Die Autoindustrie weigert sich, ihre Energie in die Entwicklung von sparsamen Fahrzeugen mit einem geringen CO2-Ausstoß zu setzen, und wird dabei von der Bundesregierung auch noch unterstützt. Im Dezember 2007 legte die EU einen Entwurf vor, den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2012 auf 120 Gramm pro Kilometer zu begrenzen. Das entspricht einem Verbrauch von 4,5 Litern Diesel bzw. 5,1 Litern Benzin auf 100 Kilometer.
Anstatt den Verordnungsentwurf der EU zu unterstützen, stellt sich die Bundesregierung quer. Aus haltloser Sorge um die deutsche Autoindustrie gefährdet Deutschland die weltweiten Klimaziele.
Deshalb droht der Vorschlag, der eigentlich auf dem nächsten EU-Gipfel Mitte Juni auf den Weg gebracht werden soll, zu scheitern.
Wir fordern...
- die Unterstützung der Bundesregierung für die Brüsseler Vorschläge nach einem wirksamen CO2-Grenzwert.
- die Bundesregierung auf, sich nicht länger vor den Karren der Autoindustrie spannen zu lassen.
- Investitionen der Autoindustrie in zukunftsfähige Modelle.
Der falsche Kurs der Autohersteller gefährdet nicht nur das Klima. Er geht auch auf die Kosten der Verbraucher, die bei immer weiter steigenden Spritpreisen mehr denn je auf sparsame Fahrzeuge angewiesen sind.
Unter dem Motto "Klimawandel bremsen - CO2-Grenzwert jetzt!" hat der VCD am 29.04.2008 mit einer Protestaktion in Berlin seine Kampagne gestartet. Unterstützen auch Sie unsere Aktion. Hier können Sie mit Ihrer Unterschrift den Druck auf die Bundesregierung erhöhen.



