Die Thüringer Landkreise und kreisfreien Städte sind per Gesetz verpflichtet, aller 5 Jahre einen
verbindlichen Nahverkehrsplan aufzustellen bzw. fortzuschreiben. In diesem Plan wird alles rund um das Thema Bus und Straßenbahn in der Region geregelt. Das Besondere dabei: Als Pilotprojekt gibt es erstmals in Thüringen eine Zusammenarbeit zwischen zwei Gebietskörperschaften: der Stadt Gera und dem Landkreis Greiz. Damit soll für die Fahrgäste ein attraktives öffentliches Verkehrsangebot aus einem Guss geschaffen werden.
Der Nahverkehrsplan ist für jeden heutigen und zukünftigen Fahrgast von Belang, was schon an den folgenden beispielhaften Fragestellungen deutlich wird: Kann ich in Zukunft vom Puschkinplatz in Gera zum Puschkinplatz in Greiz mit einem Fahrschein fahren? Wann erhalten Lunzig, Tischendorf, Collis oder Eubenberg ein Busangebot? Was passiert in den Ferien, wenn Orte nur per Schulbus erreichbar sind? Welche Visionen gibt es nach dem Straßenbahnbau nach Langenberg? Muss ich in Zukunft meinen Bus per Telefon bestellen? Sollten alle Busfahrer in Stadt und Kreis nach Tarif bezahlt werden? Komme ich abends oder nachts mit Bus oder Bahn nach Hause oder muss ich schon für die Hinfahrt das Auto nehmen? Kommen die „Großen“ wie Arriva, Connex und Co., wenn 2010 nahezu alle Buslinien neu ausgeschrieben werden?
Die Ortsgruppe Gera des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) sowie der Umweltverein Grünes Haus Gera e. V. möchten nun eine öffentliche Diskussion zu diesem Thema anschieben und laden dazu alle Interessierten für Montag, den 29.10.2007 um 19.00 Uhr, in den Geraer „Burgkeller“ (Schuhgasse 1) herzlich ein. Als kompetenter Gesprächspartner konnte Herr Prüger vom Stadtplanungsamt der Stadt Gera gewonnen werden.
Gera, am 24. Oktober 2007
|