Heute wurde im Rahmen einer Pressekonferenz mit Holger Hövelmann, dem Innenminister von Sachsen-Anhalt, der Vertrag für die Weiterführung des Fifty-Fifty-Taxis unterzeichnet. Dieser ermöglicht es jungen Leuten an bestimmten Zeiten Taxis zum halben Preis zu nutzen.
Jede Aktion für mehr Verkehrssicherheit ist natürlich grundsätzlich ein Schritt in die richtige Richtung, so Lutz Dressler, Vorstand im Verkehrsclub Deutschland Landesverband Elbe-Saale. Anhand des Fifty-Fifty-Taxis sollte allerdings überprüft werden, ob man in Zukunft durch einen effizienteren Einsatz der vorhandenen Mittel nicht mehr für die Verkehrssicherheitsarbeit erreichen kann. "Wenn durch das Fifty-Fifty-Ticket das Taxigewerbe subventioniert und jungen Leuten ein Freifahrtschein fürs Trinken gegeben wird, so ist dies eine ziemlich fragwürdige Maßnahme.", so Lutz Dressler.
Das Konzept, das der VCD für mehr Verkehrssicherheit vorschlägt, heißt "Vision Zero - Null Verkehrstote". In der Praxis bedeutet dies eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen auf den Handlungsfeldern Straße, Fahrzeug, Recht und Mensch.
So fordert der Verkehrsclub, dass sich Mobilitätserziehung und Fahrausbildung am Ziel einer nachhaltigen, gleichberechtigten und rücksichtsvollen Verkehrsgestaltung orientieren. Wie in anderen Bereichen gehört auch im Verkehr lebenslanges Lernen zum Leitbild. Als weitere wichtige Maßnahmen sieht der VCD die Einführung einer Null-Promillegrenze und eines generellen Tempolimits an. Außerdem seien häufige Kontrollen und eine angemessene Bestrafung notwendig, so der VCD-Sprecher.
Mehr Infos unter: www.vcd.org
Magdeburg, am 7. April 2008
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