Pressemitteilung vom 28.02.2008

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Verletztenzahl erstmals seit 2000 wieder gestiegen - VCD fordert konkrete Maßnahmen für mehr Sicherheit

Noch immer sterben Tag für Tag rund 14 Menschen auf deutschen Straßen, fast 1 200 werden verletzt. Das geht aus der Verkehrsunfallbilanz für 2007 hervor, die das Statistische Bundesamt veröffentlicht hat. Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) fordert angesichts dieser dramatischen Zahlen mehr Engagement von der Bundesregierung in der Verkehrssicherheitspolitik. "Auch wenn die Zahl der Verkehrstoten gegenüber 2006 leicht zurückgegangen ist, ist das überhaupt kein Grund zur Entwarnung", mahnt Hermann-Josef Vogt vom VCD-Bundesvorstand. Immerhin seien allein im letzten Jahr fast 5.000 Tote und über 430.000 Verletzte zu beklagen, "mit allem persönlichen Leid, das damit verbunden ist." Zudem habe die Zahl der im Verkehr Verletzten erstmals seit 2000 gegenüber dem Vorjahr wieder zugenommen. Das unterstreiche den großen Handlungsbedarf seitens der Politik.

Auch in Leipzig hat die Anzahl der im Straßenverkehr Getöteten nach stetiger Abnahme in den Vorjahren im Jahr 2007 eine traurige Steigerung erfahren. 14 Menschen verloren im letzten Jahr auf Leipziger Straßen ihr Leben. Auch die Zahl der im Straßenverkehr Schwerverletzten stieg im Jahr 2006 auf 312 Menschen (Quelle: http://www.leipzig.de/de/business/wistandort/zahlen/verkehr/unfaelle/).

Der VCD fordert einen konkreten Maßnahmenplan, wie die Verkehrsopferzahlen schnell und dauerhaft gesenkt werden können. Dabei dürfe nicht allein auf die zunehmende passive Sicherheit im Fahrzeuginneren durch immer neue Technik gesetzt werden. Vielmehr müsse Verkehrsverlagerung auf sicherere und zumeist auch umweltverträglichere Verkehrsmittel wie Bus und Bahn gefördert und bessere Bedingungen für den Rad- und Fußverkehr geschaffen werden.

Dorothee Schardt, VCD Ortsgruppe Leipzig: "Radfahrer und Fußgänger haben keinen Airbag. Deshalb müssen sie das Maß aller Dinge in der Verkehrssicherheit sein. Innerorts bedeutet das vor allem weniger Tempo und mehr Raum für gefährdete Verkehrsteilnehmer."

Bonn/Leipzig, am 28. Februar 2008

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