Pressemitteilung vom 13.06.2008

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Lutz Dressler
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Dem Handel bringt eine autogerechte Innenstadt nichts
- VCD wirbt für attraktive Innenstadt

Die Einschätzung des Dresdener Karstadt-Chefs Wolfgang Wirz, dass Autofahrer die besseren Kunden sind, kann Lutz Dressler vom Landesverband Elbe-Saale des Verkehrsclub Deutschland (VCD) nicht bestätigen. "Zwar haben Kunden, die mit dem Auto kommen, meist mehr im Einkaufskorb, doch in der Regel statten sie den Kaufhäusern auch weniger Besuche ab, als es beispielsweise Kunden tun, die mit dem ÖPNV oder dem Fahrrad kommen. Somit sind sie auch weniger oft den Verlockungen der Warenangebote ausgesetzt".

Eine Studie aus dem westfälischen Münster bestätigt ihn. Desweiteren stellt sie fest, dass drei Viertel aller Autofahrer die Geschäfte mit weniger als zwei Warentüten verlassen und somit der Transport des Einkaufs nicht als Hinderungsgrund für einen Umstieg gelten kann.

Nach Ansicht des Verkehrsclubs sollten sich die Händler mehr für eine attraktive Innenstadtgestaltung einsetzen. Dressler: "Eine autogerechte Innenstadt mit immer neuen Tiefgaragenplätzen bringt dem Handel nichts, vielmehr müssten für die Umlandkunden Park & Ride-Plätze und auch die hauseigenen Bringeservices mehr beworben werden." Dresden verfügt über ein sehr gutes Nahverkehrsangebot, dieses Potenzial müsse genutzt werden. Wenn dem ÖPNV, Fußgängern und Radfahrern Vorrang in der Verkehrsplanung eingeräumt wird, so macht sich das bemerkbar in sinkenden Unfallzahlen, höherer touristischer Attraktivität und gesünderer Luft. Die rasche Umsetzung eines Fahrradkonzeptes für die Innenstadt sei daher sehr wichtig.

Leipzig, am 13. Juni 2008

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