1. VCD-Bahnkunden-Barometer 2001 - Wie zufrieden sind die Bahnkunden?

- Foto: DB AG, Max Lautenschläger
Das 1. Bahnkunden-Barometer des VCD wollte 2001 die Zufriedenheit der Bahnkunden unter die Lupe nehmen. Die Fragen, die im Mittelpunkt standen waren folgende:
- Wie beurteilen die Kunden die Bahn?
- Wo sind die Nöte der Kundinnen am größten?
- Womit sind sie (un-) zufrieden?
- Welche Verbesserungen bringen den Fahrgästen am meisten?
Die Bahn ist besser als ihr Ruf
Rund 70 Prozent der Zugbegleiter wurde von den Testkunden als »überdurchschnittlich« und »außergewöhnlich« freundlich bewertet. Die Bahn ist immer noch pünktlicher als ihre schärfsten Konkurrenten Auto und Flugzeug. Allerdings ärgern Bahnkundinnen Verzögerungen noch immer am meisten. Jeder vierte Fernzug fährt zu den Hauptverkehrszeiten mit mehr als fünf Minuten Verspätung. Zu den Spitzenzeiten sind die meisten Züge sehr gut ausgelastet, viele sind sogar überfüllt. »Bahn & Bike« ist die ideale, umweltfreundliche Kombination. Ein separates Fahrradabteil konnten die Testerinnen allerdings nur in 63 Prozent der Fernverkehrszüge finden. Viele derzeitige Nicht-Bahnfahrer sind potenzielle Kunden. Gerade diese Gruppe gilt es zu überzeugen, denn viele von ihnen haben konkrete Gründe, warum sie die Bahn nicht mehr nutzen.
Was der VCD fordert:
Zuverlässiger fahren die Züge nur auf einem intakten Schienennetz. Also muss die Bahn bei der Sanierung des bestehenden Netzes ansetzen und investieren. Für die Bahn würde es sich auszahlen, zu den Spitzenzeiten mehr Züge einzusetzen: Sie bringen mehr Kunden, und die Fahrgäste ärgern sich nicht über zu volle Züge. Generell wollen die Kundinnen gut informiert sein und das am Bahnhof und in den Zügen. Dieser Service kostet die Bahn wenig, macht die Kunden aber zufriedener. Mit günstigen Preisen und guten Verbindungen lassen sich viele Noch-Nicht- oder Nicht-Mehr-Kundinnen wieder auf die Schiene locken.



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