Tagung »Schienengüterverkehr - Entwicklung und Finanzierung der Infrastruktur«

Güterzug
Foto: © Frank Kropp/ PIXELIO

In der globalisierten Wirtschaft nimmt die Zahl der zu transportierenden Waren und Güter stetig zu - auf der Straße, der Schiene, zu Wasser und in der Luft.  Der Güterverkehr auf der Schiene wird allein in Deutschland um 65 Prozent zwischen den Jahren 2004 und 2025 ansteigen, so eine Prognose der Bundesregierung. In Tonnenkilometern ausgedrückt bedeutet das eine Zunahme um 60 Milliarden. Ein Tonnenkilometer entspricht dem Produkt der transportierten Masse in Tonnen  und der dabei zurückgelegten Wegstrecke in Kilometern. Im Jahr 2025 wird die Güterverkehrsleistung auf 152 Milliarden Tonnenkilometer ansteigen.

Dieser Anstieg der Verkehrsleistung ist mit der heutigen Schieneninfrastruktur nicht zu bewältigen. Ihre Kapazitätsgrenze liegt bei 130 Milliarden Tonnenkilometer. Um den zunehmenden Güterverkehr abwickeln zu können, muss die Leistungsfähigkeit der Schieneninfrastruktur erhöht werden. Realistisch gesehen, steht dafür aber nicht mehr Geld zur Verfügung als heute.

Am 25. Oktober 2011 lud der VCD zu Fachtagung »Schienengüterverkehr - Entwicklung und Finanzierung der Infrastruktur« ein, um folgende Fragen zu diskutieren:

  • Welche kurz- und langfristigen Maßnahmen müssen zur Optimierung des Schienengüterverkehrs umgesetzt werden?
  • Welche Kriterien für den Aus- und Neubau der Schieneninfrastruktur sind entscheidend?
Diskussionsrunde auf der VCD-Fachtagung

Unter den 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern herrschte Einigkeit, dass sich schon mit kleinen Infrastrukturmaßnahmen die Schienenkapazität für den Güterverkehr kurzfristig erheblich steigern lässt. Dazu gehören die Elektrifizierung von Bypass-Strecken, die Wiedererrichtung von Neben- und Überholgleisen und die Herstellung von niveaufreien Ein- und Ausfädelungen in den Knoten. Schienenausbau- und Neubauprojekte, die nicht für den Güterverkehr geeignet sind, müssen gestoppt werden. Der Bund muss im Rahmen der Bundesverkehrswegeplanung konsequent Prioritäten setzen und die Finanzierung der ausgewählten Projekte gewährleisen.

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