
- (c) flickr, FaceMePLS
... für den Radverkehr
Eine flächendeckende, verkehrssichere Radverkehrsinfrastruktur fördert die Mobilität von Kindern, Jugendlichen und Familien per Fahrrad. Dazu gehören ausreichend sichere und wettergeschützte Fahrradabstellanlagen auch für Kinderräder und Anhänger, …
So kann es gehen ...
Abstellplätze für Fahrräder mit Anhänger (Dessau)

- (c) M.Bölke, UBA

- (c) M.Bölke, UBA
Verantwortlich: Umweltbundesamt
Beschreibung: Fahrräder mit Anhänger haben es besonders schwer, einen geeigneten Abstellplatz zu finden. Um es Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu ermöglichen, familiäre Wegeketten oder den Großeinkauf per Rad zu bestreiten, wurden in der Tiefgarage des Umweltbundesamtes in Dessau-Roßlau mehrere Abstellflächen für Räder mit Anhänger reserviert. Dazu wurde ein entsprechendes Piktogramm aufgebracht. Die Stellflächen bieten jeweils Platz für 1 Rad mit Anhänger und sind 2,3 m x 2,3 bzw. 1,5 m x 4 m groß. Das Fahrrad kann auf einer markierten Fläche an einem Wandbügel angeschlossen oder auf einer anderen Fläche frei stehend abgestellt werden.
Ergebnisse: Die Flächen werden gut angenommen.
Kosten: ca. 140,- € für Malerarbeiten incl. Material (Schablone, Farbe, ect.) für zwei Stellplätze
Laufzeit: seit 2010
weitere Informationen: Michael Bölke, Umweltbundesamt, Dienstsitz Dessau-Roßlau, Mail: Michael.Boelke(at)uba.de
Elektromobiles Sharingsystem (Frankfurt a.M.)

- (c) Emert
Verantwortlich: Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH (KEG)
Beschreibung des Projekts: Die Vernetzung der Frankfurter westlichen Stadtteile durch ein Sharingsystem, im ersten Schritt mit Elektro-Transport-Rädern, soll den Bewohnern als zusätzliches ökologisches Angebot dienen, das die ÖPNV-Angebote ergänzt. Die Räder mit elektrischer Unterstützung verfügen über einen großen Transportkorb, gepolsterte Klappbänke und Dreipunktgurte auf der zweirädrigen Vorderachse. Damit ist ein Großeinkauf oder auch der sichere Transport von kleinen Kindern möglich. 12 holländische Bäckerräder „Bakfiets” können an vier Ausleihstationen tageweise angemietet werden. Die Tagesmiete ist entgeltfrei für Wohnungsmieter und Hauskäufer der KEG und deren Partner, alle anderen Interessierten bezahlen einen symbolischen Tagespreis in Höhe von drei Euro. Langfristiges Ziel ist ein wachsendes Netz mit professionellen Verleih- und Ladestationen, an denen neben den Bakfiets, auch normale Pedelecs oder E-Stadtautos angemietet werden können.
Ergebnisse: Der Witterung entsprechend gibt es noch wenige Ausleihen, aber viele Anfragen für den kommenden Frühling. Seit November 2011 ist das Netz um zwei weitere Verleihstationen angewachsen und der Pannen- und Wartungsdienst ist fest etabliert. Eines der Bakfiets wird, so es nicht verliehen ist, von einem vom Frankfurter Verein betriebenen Cafébetrieb zum Wocheneinkauf genutzt. Ein weiteres Bakfiet hat die KEG der Verwaltungsstelle Frankfurt-Höchst zur Verfügung gestellt, um damit die Amtspost zwischen dem Bolongaropalast und dem Frankfurter Römer zu ´transportieren.
Laufzeit: seit 09.November 2011
Kosten für die Projektumsetzung: werden von der KEG und den Sponsoren/ Projektpartnern getragen.
Kooperationspartner: Vier Ausleihstationen (Café McNair, Alte Schmiede/Marktplatz, Blumenhaus Mohr&Emert und Hausverwaltung Pfaffenwiese 135)
Weitere Informationen: Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung Frankfurt (BSMF)mbH, E-Mail: info(at)bsmf.de
Website: www.keg-frankfurt.de, www.bsmf.de
Schülerradverkehr (Bünde)

- (c) Daniel Holtmeier

- (c) Thomas Schuh
Verantwortlich : Gymnasium am Markt, Stadt Bünde
Beschreibung des Projekts: Ziel ist es, den Schülerradverkehr und die Fahrradnutzung von Kindern und Jugendlichen, insbesondere von Schulneuzugängern des Gymnasiums zu fördern.
Ergebnisse Es wurde eine Projektgruppe bestehend aus Schüler(inne)n des Gymnasiums und Vertreter(inne)n der Stadt und der Polizei gegründet, die eine Schulwegradkarte mit sicheren Radwegen zur Schule entwickelte. Weiterhin entstand die Broschüre „Planungshilfe für Eltern zur Auswahl des sichersten Schulweges”, die im Frühjahr jedes Jahres an Eltern verteilt wird. Ebenso an Schulanfänger richtet sich das „begleitende” Radeln durch Fahrrad-Scouts. Ältere Schüler(innen) begleiten Fünfklässler(innen) in den ersten Schulwochen auf dem Schulweg. Diese Aktion wurde von drei anderen Bünder Schulen übernommen.
Darüber hinaus gelang es, die Infrastruktur an und im Umfeld der Schule zu verbessern: Es wurde eine Fahrradabstellanlage mit Schließ- und Chipkartensystem errichtet, die sehr gut nachgefragt wird. Die Straße direkt vor Schule wurde als Fahrradstraße mit durchgehenden Fahrbahnverschmälerungen, zusätzlichen einspurigen Engstellen und einem Zebrastreifen umgewidmet.
Um auch ältere Schüler(innen) zum Radfahren zu motivieren, wird regelmäßig im Herbst ein Fahrradaktionstag mit u.a. Geschicklichkeitsübungen, Fahrradchecks oder auch Erste-Hilfe-Übungen für Schüler(innen) der 7. Klassen durchgeführt.
Laufzeit: Das Projekt wurde zwischen 2006 und 2007 umgesetzt. Im Jahr 2009 ist die geplante Erhebung zur Bestandsaufnahme und Vergleich des Radverkehrsanteil der Schüler(innen) am Gymnasium durchgeführt wurden. Der Anteil radelnder Schüler(innen) hat circa um 20 Prozent zugenommen. Der Autoverkehr hat sich auf der Fahrradstraße um 20 Prozent reduziert. 50 von 120 Fünfklässler(innen) haben 2010 an der Scoutaktion teilgenommen. Die Schulradwegkarte wurde komplett überarbeitet.
Kosten für die Projektumsetzung: Die Projektumsetzung erfolgte durch kommunale Mittel.
Kooperationspartner: Polizei Bünde, Stadt Bünde
weitere Informationen: Christian Kowalewsky, Lehrer am Gymnasium, E-Mail: CKowalewsky(at)web.de; Thomas Schuh, Verkehrsplaner/Fahrradbeauftragter der Stadt Bünde, E-Mail: T.Schuh(at)Buende.de.
Webseite: www.gambde.de; www.nationaler-radverkehrsplan.de/praxisbeispiele/anzeige.phtml?id=2098
