
- (c) vzbv, M. Gloger
im Tourismussektor ...
Viele Urlaubsregionen fördern die sanfte Mobilität ihrer Gäste. Mobilitätskarten in Verbindung mit Freizeitvergünstigungen und Nutzung des regionalen ÖPNV, Abholdienste vom Bahnhof oder familienfreundlich gestaltete Rad-und Wanderwege machen Urlaub mit dem eigenen Auto überflüssig.
So kann es gehen ...
Harzer Urlaubs-Ticket

- (c) Wander- & Freizeitbus Saar-Hunsrück-Steig, Projektbüro
Verantwortlich: Harz AG
Beschreibung: Das Harzer Urlaubs-Ticket (HATIX) ermöglicht Urlaubern eine kostenlose Nutzung aller öffentlichen Bus- und Straßenbahnlinien im Landkreis Harz. Gäste erhalten nach ihrer Anmeldung in den teilnehmenden Gemeinden und Entrichtung der Kurtaxe eine Bescheinigung mit HATIX-Logo, die als Ticket gilt. Mithilfe des Tickets soll der motorisierte Individualverkehr reduziert und der öffentliche Nahverkehr hinsichtlich touristischer Belange optimiert werden. Langfristig ist ein Anschluss der DB Regio/ HEX sowie eine Ausweitung des Gültigkeitsgebietes auf den gesamten Harz geplant.
Ergebnisse: Im ersten Jahr gab es ca. 280.000 Nutzungen im City-Bus und Regionalverkehr.
Kosten für die Projektumsetzung: Abführung von 0,30 Euro je kurtaxpflichtiger Übernachtung aus der Kurtaxe
Kooperationspartner: HATIX ist ein Gemeinschaftsprojekt der Harz AG sowie der Verkehrsbetriebe und Gemeinden/ Städte der Region
Laufzeit: seit 1. Januar 2010
weitere Informationen: Harz AG Initiative Wachstumsregion, Frau Kati Müller, km(at)harz-ag.de
Website: www.hatix.info
Familienfreundliche Radwege (Rügen)

- (c) Bündnis Familie auf Rügen
Verantwortlich: Lokales Bündnis für Familien auf Rügen
Beschreibung des Projekts: Für Familien, die Rügen per Rad erkunden möchten, wurden bestehende Radtourenvorschläge auf ihre Kinder- und Familienfreundlichkeit geprüft. Die Ergebnisse wurden in einer Karte zusammengestellt. Neben den Strecken, sind auch Rastplätze, Spielplätze und Sehenswürdigkeiten verzeichnet. Detailkarten lassen sich im Internet herunterladen oder sind als Ausdruck in Kurverwaltungen und in Hotels erhältlich.
Ergebnisse: Die Karte trifft auf eine große Nachfrage. In den Sommermonaten gehen hierzu rund 200 Anfragen täglich ein.
Laufzeit: Die Karte wurde 2008 fertiggestellt.
Kooperationspartner: Die Projektumsetzung erfolgte mit Hilfe von Schülern, Partnern des Lokalen Bündnisses und Familien.
weitere Informationen: Rügen tut gut e.V., E-Mail: info(at)ruegen-tut-gut.de
Internet: www.ruegen-tut-gut.de > Familienfreundliche Radwege auf Rügen
Familienfreundliche Radwege (Eifel)

- (c) LBM RP
Verantwortlich: Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz
Beschreibung des Projekts: Für große und kleine Entdecker bieten die familienfreundlichen Radwege zwischen Ahr, Rhein, Mosel und Kyll in der Eifel kurze Etappen, abwechslungsreiche Wegführungen, Sehenswürdigkeiten, Spiel- und Rastmöglichkeiten sowie Fahrradverleihe. Die Radwege verlaufen nahezu auf steigungs- und gefällefreien Strecken und sind damit leicht zu bewältigen. 82 Prozent des Radwegenetzes sind nicht durch den Kfz-Verkehr beeinträchtigt. Entlang der Strecken heißen fahrradfreundliche Gastgeber die Radler auch nur für eine Nacht herzlich willkommen und garantieren eine diebstahlsichere und trockene Unterbringung der Fahrräder sowie Werkzeuge für kleinere Reparaturen und Ausflugstipps.
Der „Kinderradweg Eifel” ist einer der sieben familienfreundlichen Radwege. Er verläuft auf Abschnitten des Mosel-Maar-Radwegs und des Kylltalwegs. Zahlreiche Erlebnisstationen, Schautafeln und Abstecher laden unterwegs zu Pausen ein. Start und Ziel sind frei wählbar, fahrradfreundliche, öffentliche Verkehrsmittel fahren parallel zum Weg, so dass der Ein- und Ausstieg fast jederzeit möglich ist.
Ergebnisse: Seit 1998 entstanden 600 Kilometer des Radwegenetzes vor allem in der Südwesteifel und seit 2008 der Kinderradweg. Das Routenwegenetz wurde durch den ADFC als familienfreundlich bewertet. Der Maare-Mosel-Radweg wird etwa durch 69.000 Radfahrer pro Jahr mit 469 Übernachtungsgästen pro Kilometer Radweg befahren (Stand 2007).
Laufzeit: seit 2008
Kosten: seit 1998 Investitionen in Höhe von 22 Mio. Euro für den Ausbau des Radwegenetzes
Kooperationspartner: Die Eifel Tourismus (ET) GmbH mit benachbarten Tourismusorganisationen und zertifizierten „fahrradfreundlichen Betrieben” (Bauernhöfe, Hotels, Gastronomie).
Weitere Informationen: Eifel Tourismus, E-Mail: info(at)eifel.info
Website: www.eifel.info/radtouren.htm; www.kinderradweg.de; www.eifel.info/radfreundliche-gastgeber.htm
Fahrradverleihsystem (Usedom)

- (c) UsedomRad
Verantwortlich: Usedom Rad GmbH
Beschreibung des Projekts: Auf der Insel Usedom und dem angrenzenden Festland wurde ein einheitliches Fahrradverleihsystem im Verbund mit dem ÖPNV entwickelt. Durch das Angebot sollen Touristen, die bisher vornehmlich mit eigenen Auto und mitgeführtem Rad anreisen, zum Umstieg auf die Bahn bewogen werden. Das Verleihangebot vor Ort soll zudem eine Entlastung des lokalen ÖPNV bei der Fahrradmitnahme erreichen.
Seit 2011 stehen 600 Räder für Erwachsene und weitere Räder für Kinder und Jugendliche zur Verfügung. Alle Stationen besitzen eine Automatikfunktion über die Räder zu jeder Tageszeit per Telefon entliehen und zurückgegeben werden können. An bemannten Stationen werden während der Öffnungszeiten Fahrradanhänger, Kindersitze und Kinderhelme verliehen. Ein kostenloser Pannenservice hilft im Notfall weiter. Eine Oneway-Miete ist möglich. Ein Kombiticket macht die Verbindung von Rad und öffentlichem Nahverkehr attraktiv, wobei das Rad nicht mitgeführt wird, sondern zuvor an einer Verleihstationen abgegeben werden muss.
Ergebnisse: Bis 2011 wurden ca. 60 Verleih- und Rückgabestationen eingerichtet.
Laufzeit: Seit 2009
Kosten für die Projektumsetzung: Das Projekt wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung finanziert. Die Insel Usedom (Landkreis Ostvorpommern) gehört zu den acht geförderten Modellregionen bezüglich "Innovativer öffentlicher Fahrradverleihsysteme".
Kooperationspartner: Der Landkreis Ostpommern setzt das Projekt mit Gemeinden, Fahrradverleihern, Tourismusverband/UTG mbH, Usedomer Bäderbahn, Busunternehmen und Hotels um.
weitere Informationen: UsedomRad GmbH, E-Mail: gs(at)usedomrad.de
Website: www.usedom.de/usedomrad2011.html
Umweltfreundliche Mobilität (Alpen)

- (c) Kooperation Alpine Pearls
Verantwortlich: Kooperation Alpine Pearls mit 24 Orten in den Alpen
Beschreibung des Projekts: 24 Urlaubsorte in den Ferienregionen der 6 Alpenländer − Deutschland, Frankreich, Österreich, Italien, Slowenien und der Schweiz − haben sich zu Alpine Pearls zusammengeschlossen. Bekannte Winter- und Sommersportorte wie Arosa und Berchtesgaden oder kleine Urlaubsorte wie Chamois und Mallnitz garantieren umweltfreundliche Mobilität von der An- und Abreise bis hin zur Mobilität vor Ort. Ziel ist es autofreien Urlaub zu ermöglichen.
- Werfenweng in Österreich: Bahnreisende werden mit dem Werfenweng-Shuttle von den Bahnhöfen abgeholt. Der Ort bietet mit der SaMO CARD (Sanfte Mobilität) im Sommer unter anderem entgeltfreie Ausleihmöglichkeiten von Elektrofahrzeugen und Fahrrädern (auch Kinderfahrrädern). Sie beinhaltet darüber hinaus Ausflüge, geführte Wanderungen und vieles mehr. Die SaMO CARD Winter schließt Rodelverleih, Langlaufausrüstung oder Schneeschuhwandern ein. Die SaMO CARD wird gegen 8,00 Euro Verwaltungsgebühr bei Übernachtungen in einem SaMO-Betrieb, bei der Anreise mit Bus oder Bahn oder bei Autoanreise durch Abgabe des Autoschlüssels im Tourismusverband ausgehändigt.
- Deutschnofen, Karneid-Steinegg und Welschnofen in Italien: Die Orte ermöglichen mit ihren MOBILCARDs freie Fahrt auf allen Südtiroler Bus- und Bahnlinien sowie Seilbahnen. Kinder bis 6 Jahre erhalten diese Karten kostenlos. Erwachsene und Jugendliche bezahlen gestaffelte Preise. Darüber hinaus machen die Orte weitere eigene Angebote. Z.B. bietet Deutschnofen mit seiner GUEST CARD (7-Tages-Karte) im Sommer neben der freien Fahrt mit allen Verkehrsmöglichkeiten u.a. auch eine kostenfreie Nutzung ausgewählter Freizeitangebote an (Erwachsene 35,00 Euro, Jugendliche 25,00 Euro und Kinder bis 6 Jahre kostenlos). Oder der Ort Karneid-Steinegg ermöglicht mit seiner BIKEMOBILCARD (1- oder 3- oder 7-Tages-Karte) zusätzlich die Nutzung eines Leihfahrrades auf der Radroute Brenner-Bozen.
Ergebnisse: Immer mehr alpine Ferienorte interessieren sich für das Erfolgskonzept der Alpine Pearls, denn ihre Gäste verlangen sensiblen Umgang mit der Natur. Die Mitgliederzahl der Alpine Pearls wächst kontinuierlich.
Laufzeit: Die Kooperation „Alpine Pearls” wurde im Januar 2006 von 17 Orten gegründet. Bis 2011 wurden weitere neue Mitglieder aufgenommen, so dass es heute 27 Perlen der Alpen gibt.
Kooperationspartner: Tourismusverbände und Gemeinden
Weitere Informationen: Tourismusverband Werfenweng, info(at)werfenweng.eu, www.werfenweng.eu; Tourismusverein Eggenzal, info(at)eggenzal.com, www.eggenzal.com; Tourismusverein Welschnofen-Karersee, info(at)welschnofen.com; www.welschnofen.com; Tourismusverein Steinegg, info(at)steinegg.com, www.steinegg.com
Website: www.alpine-pearls.com
