Dieselruß ist klimaschädlich

Dass Dieselruß als besonders giftiger Teil des Feinstaubs die Gesundheit gefährdet, wurde vor allem im Zusammenhang mit der Einführung von Umweltzonen in Städten und Ballungsräumen diskutiert. Die Berichte des Internationalen Gremiums der Klimawissenschaftler (IPCC) bestätigen nun, dass Dieselruß (engl. Black Carbon) zudem das Klima schädigt.

Insbesondere in der Arktis trägt Dieselruß massiv zur Klimaerwärmung bei. Die schwarzen Rußpartikel, die bei der unvollständigen Verbrennung von fossilen Brennstoffen und von Biomasse entstehen, wirken gleich dreifach schädlich:

• Sie legen sich wie ein Grauschleier auf die arktischen Eisflächen. Durch diesen Effekt wird weniger Sonnenlichts zurückgestrahlt, sondern stattdessen aufgenommen. Das (Meeres-)Eis heizt sich auf und schmilzt schneller ab.

• Auch in der Luft heizen sich die schwarzen Teilchen im Sonnenlicht auf und erwärmen damit direkt die Umgebung.

• Zudem beeinflussen sie die Wolkenbildung und verändern weiträumig die Niederschlagsverhältnisse.

Der Verkehr als Quelle von Dieselrußemissionen

Forscher des Goddard Instituts der NASA haben gezeigt, dass die Rußpartikel auf den Eisflächen der Arktis vorwiegend aus Europa stammen. Der Hauptverursacher von Dieselruß in Mitteleuropa ist der Verkehr. Ein Grund dafür ist, dass 40 Prozent der europäischen Fahrzeuge mit Diesel fahren. Problematisch ist die dabei die geringe Verbreitung von Partikelfiltern. Partikelfilter sind in der Lage, die gefährlichen Teilchen nahezu vollständig aus den Abgasen zu filtern. Der Verkehr ist somit der Bereich, in dem Rußpartikel am schnellsten und einfachsten verringert werden können − und somit auch die negativen Auswirkungen von Ruß auf die Arktis. Genau hier setzt die Kampagne »Rußfrei fürs Klima« an.

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