Im Gespräch mit Alexandra Neldel
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Foto: Sat.1/Wolfgang Wilde |
Der VCD und das DKHW haben ein gemeinsames Projekt ins Leben gerufen, dass Kinder dazu animieren soll sich mit Mobilität und Mobilitätserziehung aktiv auseinaderzusetzen. Als Begleiteffekt der Kampagne „Schule bewegt!” erhoffen sich der VCD und das DKHW, dass mehr Kinder und Jugendliche den Weg zur Schule zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen. Die Kampagne wurde von Alexandra Neldel als Schirmherrin unterstützt.
Im Gespräch äußert sich Frau Neldel zur Motivation für die Schirmherrschaft, Erfahrungen mit Mobilitätserziehung und Bewegung.
Schule bewegt: Warum haben Sie sich entschieden, Schirmherrin der Aktion „Schule bewegt” zu werden?
Alexandra Neldel: Ich bin Schirmherrin geworden, weil ich denke, dass das ein sehr gutes Projekt ist. Zudem möchte ich, dass SchülerInnen sicher auf dem Schulweg zur Schule kommen.
Schule bewegt: Was hat Bewegung mit Schule zu tun? Denken Sie dabei an den Schulsport oder auch an den Schulweg?
Alexandra Neldel: Beides. Natürlich muss man sich in der Schule bewegen, aber immer nur dann, wenn die Lehrer das wollen. Und Bewegung auf dem Schulweg ist auch wichtig.
Schule bewegt: Als Lisa Plenske in „Verliebt in Berlin” sind Sie ja meistens mit der S-Bahn unterwegs. Benutzen Sie sonst auch öffentliche Verkehrsmittel oder fahren Sie lieber mit dem Auto?
Alexandra Neldel: Also, da ich Berlinerin bin, fahre ich auch gern mal mit der S-Bahn. Das ist total super, weil Parkplätze gibt es nämlich nicht so viele in Berlin. Ebenso fahre ich Auto und Motorroller. Aber mit der S-Bahn ist es einfach perfekt, die Parkplatzsuche fällt weg und man kommt schnell ans Ziel. Und ganz gemütlich zum Shoppen.
Schule bewegt: Würden Sie in einer Großstadt wie Berlin mit dem Fahrrad fahren?
Alexandra Neldel: Ja. Und ich kann nur eins sagen: mit Helm ist es sicherer. Ebenso ist es wichtig auf dem Radweg zu fahren.
Schule bewegt: Wie wichtig wäre es für Sie, dass Ihre eigenen Kinder sicher in die Schule kommen? Möchten Sie, dass sie ihren Schulweg auch allein bewältigen können?
Alexandra Neldel: Natürlich will ich, dass meine Kinder sicher zur Schule kommen und auch wieder nach Hause. Ab einem gewissen Alter sollten Kinder selbständig zur Schule gehen können. Es wäre unsinnig das Kind bei einem sehr kurzen Schulweg mit dem Auto hin zu fahren und wieder abzuholen. Natürlich ist das jedoch von der Verkehrsumgebung abhängig. Man muss Kinder frühzeitig dazu bringen, dass sie selber aufpassen und darauf achten, wie sie über die Straße gehen und einfach vorausschauend gucken. Aber das lernt man auch. Also, es muss der gesunde Mittelweg sein. Ich will jetzt auch keine Übermama werden.
Schule bewegt: Bei der Aktion „Schule bewegt” haben sich ganz viele Schulen und Vereine beworben und richtig gute Ideen entwickelt, z. B. die Idee der Schulwegpaten. Da begleiten größere Kinder die Schulanfänger auf ihrem Schulweg. Wo würden Sie ansetzen, um den Schulweg sicherer und bewegungsfreundlich zu machen?
Alexandra Neldel: Ich finde, das ist genau der richtige Punkt, dass die Älteren die Jüngeren mitnehmen. Natürlich gibt es Berührungsängste, aber das legt sich. Aus meiner Sicht ist vorausschauendes Handeln wichtig. Kinder sollten immer nach rechts und links gucken. Zudem ist es wichtig, dass man sich fair im Verkehr bewegt und nicht rowdyhaft, ohne zu schauen, auf der Straße rumbrettert. Auch Erwachsene haben Vorbildfunktion. Darum gehe ich nicht über Rot. Denn es könnte immer ein Kind zuschauen und die denken dann: ja, wenn die gehen kann, dann kann ich auch gehen.
Schule bewegt: Wir nennen Ihnen drei weitere Ideen, die entwickelt wurden und Sie sagen uns, welche Ihnen am besten gefällt und warum: eine Fahrradwerkstatt in der Schule, damit Kinder lernen, wie wichtig verkehrssichere Fahrräder sind.
Alexandra Neldel: Das find ich super, da ich selber keinen Reifen flicken kann, fändt ich das toll, wenn man in der Schule lernt das Fahrrad verkehrstauglich zu halten und natürlich es zu reparieren. Viele achten einfach nicht darauf, ob das Fahrrad verkehrssicher ist oder man vergisst es einfach.
Schule bewegt: ein Fahrradparcours auf dem Schulhof, um die Motorik und Sicherheit zu trainieren und Verkehrsregeln zu erlernen.
Alexandra Neldel: Sehr, sehr wichtig! Aber den Verkehrsgarten gibt es auch. Da fährt man manchmal hin und wenn man so was öfter besucht, find ich das Klasse. Als ich damals als Schülerin dort war, habe ich das eher aus der spielerischen Perspektive betrachtet. Als Kind, muss ich ganz ehrlich sagen, kannte ich auch die ganzen Verkehrszeichen nicht. Und deshalb ist es gut, wenn man lernt, sich in bestimmten Situationen richtig zu verhalten und auf schwächere Rücksicht zu nehmen.
Schule bewegt: die Bildung von Gehgemeinschaften, um mehr Kinder anzuregen, zu Fuß zur Schule zu gehen und damit den Schulweg für alle auch ein stückweit sicherer zu gestalten.
Alexandra Neldel: Das find ich eine großartige Idee. Außerdem weckt ein Gemeinschaftsgefühl. Wenn man so eine große Gemeinschaft hat und man geht zusammen zur Schule, kann man sich gleichzeitig noch irgendwelche Vokabeln abfragen oder miteinander sprechen. Natürlich darf der Schulweg nicht zu lang sein.
Schule bewegt: Was wünschen Sie sich für die Kinder in unserem Land?
Alexandra Neldel: Was ich mir für die Kinder in unserem Land wünsche? Dass sie alle glücklich und fröhlich aufwachsen können.
Vielen dank für das nette Gespräch!
(Das Interview führten Schülerinnen einer teilnehmenden Schule)



