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Die VCD-Kampagne geht weiter

VCD-Promotionteam auf dem Ökomarkt am Chamissoplatz in Berlin

Foto: VCD/Öykü Kaygusuz

Im Juli 1986 zogen Aktivisten aus Umweltverbänden und der Politik, Wissenschaftler und engagierte Privatmenschen nach Bonn, um den VCD zu gründen. Warum? Ganz einfach: um den Automobilclubs und der Betonpolitik der damaligen schwarz-gelben Bundesregierung eine ökologische Alternative entgegenzusetzen.

1996, zehn Jahre später, standen mehr als 70000 Mitglieder hinter dem VCD. Mit dieser großen Unterstützung konnten wir viele wichtige Erfolge erringen − so fahren Autos heute mit Katalysator, die Bahncard 50 gehört zum festen Angebot der Bahn, Car-Sharing ist die Alternative zum eigenen Auto, der öffentliche Nahverkehr hat vielerorts einen Qualitätssprung gemacht und schwere Lkw bezahlen auf Autobahnen eine streckenbezogene Maut. 2006, 20 Jahre später, sind uns die Aufgaben in der Verkehrspolitik nicht ausgegangen. Exemplarisch dafür: Die Bundesregierung hatte im Februar 2006 beschlossen, die Finanzmittel für Busse und Bahnen − die so genannten Regionalisierungsmittel − bis 2010 um rund 3,3 Milliarden Euro zu kürzen. Das war der Startschuss für die VCD-Protestpostkartenaktion gegen Kürzungen im Nahverkehr.

VCD-Promotionteam auf dem Ökomarkt am Chamissoplatz in Berlin

Foto: VCD/Öykü Kaygusuz

Gemeinsam mit unseren Aktiven vor Ort haben wir bundesweit über die Folgen dieser fatalen Entscheidung aufgeklärt und insgesamt mehr als 17000 Protestunterschriften gesammelt. Nicht zuletzt diese Beteiligung zeigt, wie wichtig unsere verkehrspolitische Arbeit ist. Neue Herausforderungen kommen auf uns zu: Der globale Klimawandel und die Frage danach, wie wir weg vom Öl kommen, beschäftigt uns als ökologischen Verkehrsclub. Nach wie vor will der VCD eine Alternative zu den Automobilclubs sein und das ökologische Korrektiv in der Verkehrspolitik. Um das leisten zu können, brauchen wir eine wirklich breite Mitgliederbasis. Denn nur so haben wir die Chance, auf dem Markt konkurrenzfähige Angebote anzubieten und ein starkes Gegengewicht zur Automobillobby zu bilden.

VCD-Promotionteam auf dem Ökomarkt am Kollwitzplatz in Berlin

Foto: VCD/Daniel Kluge

Bei aktuell 63000 Mitgliedern und UnterstützerInnen ist klar, dass im Jubiläumsjahr nicht nur die Korken knallen konnten. Vielmehr sind wir in die Offensive gegangen und haben eine Kampagne zur Mitgliedergewinnung gestartet.

Um die ehrenamtliche Arbeit der Aktiven vor Ort zu unterstützen, haben wir ein VCD-Promotionteam aufgebaut. Eigentlich sollten beispielsweise die Menschen, die auf Öko-Wochenmärkten einkaufen, doch schon von uns gehört haben. Mitnichten. Denn längst sind nicht alle Menschen im richtigen Club. Zu viele kennen den VCD einfach noch nicht: Genau das wollen wir ändern. Nicht zuletzt mit Ihrer Hilfe − machen Sie mit!

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