Preiserhöhung im Nahverkehr? Nein danke!

2010 hat die Bahn nur zum Teil auf eine Preiserhöhung verzichtet. Zwar blieb der Fernverkehr verschont, aber im Nahverkehr stiegen die Preise zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember. Da über 90 Prozent aller Bahnreisenden im Nahverkehr unterwegs sind, haben wir dazu aufgerufen, eine Protest-Mail an den Bahnchef zu senden. Über 700 TeilnehmerInnen machten gemeinsam mit uns Druck auf die Konzernspitze, um auch im Nahverkehr auf eine Anhebung der Fahrpreise zu verzichten!
Wir finden: Billigticket-Aktionen nutzen denjenigen, die ohnehin auf die Bahn setzen oder auf sie angewiesen sind, herzlich wenig. Fahrpreiserhöhungen im Nah- und Regionalverkehr treffen hingegen gerade BerufspendlerInnen in höchstem Maße.
Übrigens: die DB Regio ist die Sparte mit den höchsten Gewinnen innerhalb des Konzerns.
Bis jetzt war es alles andere als ein gutes Jahr für BahnkundInnen. Im Winter war es zu kalt, und im Sommer war es für die Klimaanlagen in den ICEs zu heiß. Probleme und Pannen, die auf dem Rücken der Fahrgäste ausgetragen werden: Züge verspäten sich oder fallen ganz aus, Platzreservierungen verfielen, Anschlüsse wurden verpasst.
Ausfälle bei der Bahn, die sich nicht nur auf den Fernverkehr beschränken. Am härtesten hat es im letzten Winter wohl die BahnkundInnen in der Hauptstadt getroffen. Und noch immer ist nicht absehbar, ab wann die Berliner S-Bahn wieder ihre volle Leistung erbringen kann.
Mit der Forderung Preiserhöhung? Nein danke! machten wir dem Bahnchef deutlich, dass es dabei um alle BahnkundInnen geht. Denn mehr als 90 Prozent aller Bahnreisenden sind im Nahverkehr unterwegs.
vcd.org