Klimawandel und Verkehr

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Der vom Menschen verursachte Klimawandel ist in vollem Gange − mit massiven Folgen: Klimazonen verschieben sich, Gletscher schmelzen und heftige Unwetter nehmen zu. Regionen auf der ganzen Welt sind davon bedroht. Verantwortlich für diesen gefährlichen Prozess ist das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid (CO2), das vor allem bei der Verbrennung von Kohle, Gas und Öl entsteht.
Gerade der Verkehrssektor heizt dem Klima gewaltig ein. Ein Fünftel des in Deutschland ausgestoßenen CO2 geht auf das Konto des Verkehrs. 84 Prozent stammen direkt aus den Auspuffen von Autos, Lastwagen und Motorrädern. Während sie in anderen Bereichen seit 1990 rückläufig sind, steigen die durch den Verkehr verursachten CO2-Emissionen an. Wenn man sich vor Augen führt, dass wir den CO2-Ausstoß langfristig um 60 bis 80 Prozent reduzieren müssen um das Klima zu stabilisieren, wird klar vor welchen Herausforderungen wir stehen. Besonders im Bereich Verkehr sind tief greifende Maßnahmen erforderlich. Gegenwärtig übersteigt man allein mit der durchschnittlichen jährlichen Autofahrleistung sein klimaverträgliches Budget; mit einem Flug in die Karibik hat man dem Klima schon das Doppelte zugemutet.
Vermeiden - Verlagern - Verbessern
Je mehr Sprit ein Fahrzeug verbrennt, desto mehr CO2 stößt es aus. Daher ist ein viel sparsamerer Umgang mit Treibstoffen unumgänglich. Es gilt unnötige Fahrten und Transporte zu vermeiden. Der Verkehr sollte möglichst auf umweltschonende Verkehrsmittel verlagert werden. Sparsame Fahrzeuge müssen entwickelt werden, damit wir möglichst ressourcenschonend und effizient unterwegs sind.
Die Verantwortung liegt nicht nur bei jedem Einzelnen. Die Politik muss die richtigen Anreize setzen. Dazu gehört ein Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel ebenso wie die Besteuerung des besonders klimaschädlichen Flugverkehrs. Im Automobilbereich kommt eine ganze Reihe sinnvoller ordnungspolitischer Instrumente wenn überhaupt, nur halbherzig zum Einsatz: verbindliche CO2-Grenzwerte, ein generelles Tempolimit auf Autobahnen, eine CO2-basierte Kfz-Steuer oder die längst überfällige Reform der Dienstwagenbesteuerung. Momentan zeigt die Politik jedoch wenig Bereitschaft, konsequent im Sinne des Klimaschutzes zu handeln.
Klimafreundliche Mobilität - mehr Lebensqualität
Viele Menschen verbinden klimafreundlichen Verkehr immer noch mit Mühsal, Verzicht und Verlust an Freiheit. Doch das Gegenteil ist der Fall: letztlich bedeutet klimaverträgliche Mobilität mehr Lebensqualität, weniger Kosten, mehr Verkehrssicherheit und eine intakte Umwelt. Im Alltag verfallen wir oft in schlechte Gewohnheiten − gerade das Auto wird häufig unbedacht genutzt, obwohl andere Verkehrsmittel im Vergleich oft preiswerter, schneller und vor allem klimaverträglicher sind. Autofahren ist nicht per se schlecht. Man sollte aber genau schauen, wann es Sinn macht. Mit ein paar Tipps kann man auch klimabewusst mit dem Auto unterwegs sein.
Wenn wir die Auswirkungen des Klimawandels ernsthaft begrenzen wollen, dann haben wir keine Zeit zu verlieren.


