Nachhaltige Mobilität in der Schule
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Foto: PhotoCase.com |
Ziel der "Mobilitätserziehung" ist, die umweltfreundlichen Verkehrsmittel, Rad, Roller, die Füße oder Bus und Bahn an der Schule gesellschaftsfähig zu machen. Schüler sollen entdecken, dass eine selbständige, umweltverträgliche Mobilität Spaß macht. Sie sollen ihre Verantwortung bei der Verkehrsmittelwahl erkennen und ihre Mitgestaltungsmöglichkeiten für ein nachhaltiges Mobilitätssystem der Zukunft kennen lernen.
Im Auftrag des Umweltbundesamtes führte der VCD in den Jahren 2003 und 2004 zusammen mit dem ifeu-Institut Heidelberg und der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch-Gmünd das zweijährige Forschungsvorhaben "Nachhaltige Mobilitätserziehung in der Schule" durch. Ziel des Forschungsvorhabens war es, ein Curriculum "Bildung für nachhaltige Mobilität" sowie ein Mobilitätsberatungskonzept für den schulischen Alltag zu entwickeln und beispielhaft an 10 bundesdeutschen Modellschulen zu testen. Damit soll das Projekt einen Beitrag zur Integration von Umwelt-, Sozial und Gesundheitsaspekten in die schulische Verkehrserziehung leisten.
Die wichtigsten Arbeitsschritte des Projektes waren:
- Recherche über Erfahrungen aus dem In- und Ausland zum Thema "Nachhaltige Mobilitätserziehung"
- Erarbeitung von Bausteinen für ein Curriculum "Bildung zu einer nachhaltigen Mobilität"
- Erstellung eines Mobilitätsberatungskonzeptes, das an zehn Modellschulen beispielhaft umgesetzt wird
Weitere Informationen zu den Zielen des Forschungsvorhabens finden Sie in unserem Faltblatt "Nachhaltige Mobilität in der Schule".
Projektergebnisse
Die Recherchen zum Stand der Mobilitätserziehung haben gezeigt: Es mangelt nicht an Unterrichtsmaterialien, Konzepten und Aktionsideen im Bereich "Nachhaltige Mobilitätserziehung", sie sind jedoch weit über die Bundesländer verstreut und bislang gab es keinen Überblick zu den Materialien. Anders sieht es dagegen im Bereich der Umsetzung vorhandener Konzepte aus. Hier wurde nach wie vor ein großer Handlungsbedarf festgestellt. Als zentraler Problembereich für die Umsetzung in der Praxis wurde das Interesse und die Bereitschaft der Lehrerinnen und Lehrer erkannt, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Häufig stößt die schulische Mobilitätserziehung jedoch auch durch die Eltern an ihre Grenzen. Hier muss eine gezielte Ansprache und Einbindung erfolgen.
Anknüpfungspunkte, um Umwelt-, Sozial- und Gesundheitsaspekte in die Verkehrserziehung zu integrieren, stellen die schulischen Lehrpläne dar, da sie die inhaltliche Grundlage und die Vorgaben für den Unterricht bilden. Indem bereits ausgearbeitete Lehrplan-Bausteine zur nachhaltigen Mobilität zusammengestellt wurden, sollte die Einbindung entsprechender Inhalte in den Unterricht erleichtert werden.
Ende 2003 startete die Praxisphase des Projektes. An zehn Modellschulen wurden Konzepte und Aktionsideen erprobt und Erfahrungen bei der Umsetzung der "Nachhaltigen Mobilitätserziehung" im Schulalltag gesammelt. Die Vorgehensweise in den einzelnen Schulen war sehr unterschiedlich und abhängig von den dort vorhandenen Erfahrungen. Einige Schulen erprobten grundlegende Elemente des Beratungsleitfadens, wohingegen andere Schulen bereits ihre Erfahrungen in die Durchführung für sie neuer Maßnahmen- und Aktionsbausteine einbrachten. Während die Grundschulen sich vor allem mit einer Erfassung der Situation an der eigenen Schule und der Erstellung eines Schulwegeplans befassten, widmeten sich die weiterführenden Schulen vor allem einzelnen Unterrichtsvorhaben oder Projekten aus dem erarbeiteten Ideenpool.
Parallel dazu wurde der Beratungsleitfaden "Nachhaltige Mobilität" für allgemeinbildende Schulen erarbeitet, der neben Hilfestellungen und konkreten Unterrichtsvorschlägen, wie das Thema "Nachhaltige Mobilität" in den Unterricht integriert werden kann, Hilfen für die Elternarbeit und Literaturhinweise beinhaltet. Der Leitfaden wurde kontinuierlich durch die Zusammenarbeit mit den Modellschulen erweitert, konkretisiert und für den Praxisgebrauch optimiert.
Interessierte LehrerInnen können den Beratungsleitfaden beim Verkehrsclub Deutschland beziehen (Versandkostenpauschale 2,50 €) oder hier herunterladen (1,6 MB).

