Fluglärm

- Foto: Pixelio.de/B. Sterzl
Die Belastung durch Fluglärm wird von den Deutschen nach dem Straßenverkehr als größtes Lärmproblem empfunden. Über 37 Prozent der Bevölkerung fühlt sich durch Fluglärm belästigt, rund sieben Prozent leiden hochgradig daran. Tendenz: steigend. Allein die Zahl der Bürgerinitiativen und Aktionsbündnisse gegen Fluglärm verdeutlicht, in welchem Maße die Bevölkerung davon betroffen ist: rund sechzig Bürgerinitiativen haben sich zu einem gemeinsamen Bündnis gegen Fluglärm zusammengeschlossen.
Flugzeuge sind zwar in den letzten Jahrzehnten deutlich leiser geworden. Diese positive Entwicklung wird allerdings durch den rasanten Anstieg des Flugverkehrs insgesamt wieder zunichte gemacht. Durch das immer dichter werdende Netz von Flugplätzen und Flugrouten über Deutschland sind Gebiete, die von Fluglärm unbeeinträchtigt sind, selten geworden.
Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen, denn die Zahl der Flugbewegungen wird sich laut einer Prognose des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie GmbH bis 2030 verdoppeln. Während die große Mehrheit der Flughäfen eine massive Steigerung des Flugverkehrs plant, stößt die technische Lärmreduzierung am Flugzeug an ihre Grenzen. Hieraus resultiert zwangsläufig eine Zunahme der Belastungen der Bevölkerung durch Fluglärm.
Der VCD fordert daher:
- Schärfere Geräuschgrenzwerte für Flugzeuge
- Lande- und Startgebühren an allen Flughäfen, die nach Lautstärke und Schadstoffausstoß gestaffelt sind
