Maßnahmen gegen Verkehrslärm

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Um sich selbst und die Mitmenschen vor Lärm zu schützen, ist jeder Einzelne dazu angehalten, so wenig Lärm wie möglich zu verursachen. Dabei zählt auch Ihr Einsatz.
Wenn Sie folgende Tipps befolgen, können Sie die Lärmbelastung merklich verringern:
- Achten Sie bereits beim Kauf auf lärmarme Fahrzeuge und Reifen. Die VCD Auto-Umweltliste nennt leise Fahrzeuge.
- Lassen Sie den Motor auf keinen Fall im Stand „warmlaufen”. Beim Starten kein Gas geben. Fahren Sie sofort los, das schont den Motor, den Geldbeutel und die Ohren.
- Schalten Sie beim Anfahren schon nach fünf Metern in den zweiten Gang.
- Schalten Sie in den nächsthöheren Gang, ehe der Motor 2000 Umdrehungen erreicht.
- Jedes Anfahren und Beschleunigen verbraucht Kraftstoff und erzeugt Lärm. Genügend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug hilft, Ungleichmäßigkeiten im fließenden Verkehr auszugleichen.
- Verlangsamen Sie nicht durch Zurückschalten, sondern durch Bremsen.
- Kontrollieren Sie regelmäßig den Reifendruck, optimal gefüllte Reifen rollen leiser.
- Stellen Sie das Autoradio nicht zu laut und lassen Sie es nicht bei geöffneten Fenstern und Türen laufen.
- Vermeiden Sie unnötige Fahrten und steigen Sie bei Kurzstrecken auf das Fahrrad, die Füße oder Öffentliche Verkehrsmittel um.
- Hupen Sie nur bei Gefahr.
Außerdem ist die Politik gefordert, durch Gesetze und Regelungen die Lärmbelastung zu senken. Dafür sind neben spezifischen Maßnahmen beim Straßen-, Schienen- und Flugverkehr auch Verkehrsmittel übergreifende Maßnahmen nötig. Der VCD fordert daher:
- Verkehrsvermeidung oder -verlagerung auf lärmarme Verkehrsmittel: Schaffung attraktiver, sicherer Fuß- und Radwege und Ausbau des Öffentlichen Personenverkehrs
- Bessere Integration von Gebiets-, Verkehrs- und Lärmschutzplanung
- Reduzierung der Gesamtbelastung auf Grundlage eines allgemeinen Verkehrslärmschutzgesetzes.
- Festlegung neuer Prüfverfahren für die Lärmmessung an Fahrzeugen
- Unterstützung der Industrie bei der Entwicklung von leiseren Fahrzeugen und Fahrbahnoberflächen
- Verschärfung der EU-weiten Grenzwerte für alle Umgebungslärmquellen
- Förderung des Lärmbewusstseins durch Integration des Themas in die Verkehrserziehung
- Forschung zum Verkehrslärm
- Grenzwerte für die Häufigkeit von lauten Ereignissen

