Atmen Sie frische Luft!
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Foto: BMU/H.-G. Oed |
Seit dem 01. Januar 2005 müssen alle Städte in Europa strengere Grenzwerte für Feinstaub (PM 10) einhalten, ab 2010 zusätzlich für Stickstoffdioxid (NO2). An maximal 35 Tagen im Jahr darf der Tagesmittelwert für Feinstaub von 50 µg/m³ überschritten werden. Der Jahresmittelwert darf 40 µg/m³ nicht übersteigen.
Viele Städte haben auch 2006 öfter als erlaubt die Feinstaub-Werte überschritten. Ähnliches gilt auch bei NO2. Das Umweltbundesamt informiert im Internet aktuell und deutschlandweit über die Feinstaub- und Stickstoffdioxidkonzentration, die Anzahl der Tage mit Grenzwertüberschreitungen sowie über weitere Luftschadstoffe. Hier geht es zu den aktuellen Messdaten.
Straßenverkehr verursacht Feinstaub
Der Straßenverkehr ist eine Hauptquelle für die Luftverschmutzung. Überschreitungen der Feinstaub-Grenzwerte werden fast ausschließlich an hochbelasteten Straßenabschnitten gemessen. Bund, Länder und Gemeinden haben bisher nicht genug unternommen, um den giftigen Feinstaub wirksam zu reduzieren. Jetzt drohen in einigen Orten Fahrverbote um die europäischen Vorgaben für die Luftqualität zu erreichen. Um die Belastungen zu verringern, planen zahlreiche Kommunen die Einrichtung sogenannter Umweltzonen, in denen dann Fahrverbote für alle Fahrzeuge mit hohem Schadstoffausstoß gelten.
Da Feinpartikel im Verkehr zum größten Teil aus Dieselmotoren stammen, sind vor allem Maßnahmen notwendig, die den Ausstoß von Rußpartikeln verringern. Neben der Ausstattung aller Dieselfahrzeuge mit einem Partikelfilter gehört dazu der konsequente Ausbau umweltschonender Verkehrsmittel. Denn Verkehrsverlagerung auf den Umweltverbund bedeutet eine unmittelbare Verbesserung der Luft.
In den Städten und Ballungsräumen müssen Fahrrad fahren und zu Fuß gehen attraktiver gemacht und saubere Busse und Bahnen gezielt gefördert werden. Der VCD hat Maßnahmen zusammengestellt, die es Städten und Kommunen ermöglichen, dauerhaft ihre verkehrsbedingten Schadstoffbelastungen zu senken.
Downloads
- VCD-Empfehlungen für Städte und Kommunen zur Reduzierung verkehrsbedingter Schadstoffbelastungen (pdf, 50 KB)
- Informationsblatt von BUND,T & E, EEB und VCD „Atmen Sie frische Luft” (pdf, 117 KB)

