Pressemitteilung vom 6.6.2002:

WiehenBlitz auf Erfolgsspur

Der Schnellbus WiehenBlitz, der seit Oktober 2000 zwischen Lübbecke und Minden im Probebetrieb auf Initiative und mit Unterstützung des Verkehrsclub Deutschland (VCD) fährt, verkehrt seit dem 26.5. im Regelbetrieb. Dies begrüßt der VCD-Kreisverband und wünscht dem WiehenBlitz weiterhin steigenden Erfolg.

Mit der Überführung in den Regelbetrieb hat es auch einige Veränderungen gegben. So wurde die Fahrzeit von ZOB zu ZOBauf 35 Minuten erhöht, eine Maßnahme, die der VCD von Beginn an angeregt hatte um auch in den Rush-Hour-Zeiten den Fahrplan einhalten zu können.

Allerdings beinhaltet der neue Fahrplan auch einige Wermutstropfen:
- Der Bahnhof in Minden wird nicht mehr angefahren, da mit den neuen Fahrzeiten hierfür nicht mehr genügend Zeit zur       Verfügung steht. Dafür bestehen am ZOB Minden Umsteigemöglichkeiten. Aus Sicht des VCD ein akzeptabler Kompromiss.

- Kein akzeptabler Kompromiss ist die Änderung der Linienführung von Lübbecke nach Minden. In Lübbecke fährt der WiehenBlitz nun zur Minute 32 vom ZOB erst zum Bahnhof, um dort zur Minute 37 nach Minden weiterzufahren und zur Minute 13 am ZOB in Minden anzukommen. Dies bedeutet für die Mehrheit der Fahrgäste, die von ZOB zu ZOB fahren, eine Fahrzeitverlängerung von noch mal 5 Minuten, so dass der WiehenBlitz nun 41 Minuten für die Fahrt nach Minden benötigt. Auch wird dadurch die Haltestelle Niederwall nicht mehr bedient. Für Fahrgäste in Minden kommt zusätzlich erschwerend dazu, dass sie am Mindener ZOB jetzt unnötige 12 Minuten Wartezeit haben, um mit dem nächsten Bus zum Bahnhof zu kommen.

Der VCD fordert die MKB als Betreiber deshalb dringend auf, spätestens beim nächsten Fahrplanwechsel im Dezember den Bus wieder am Bahnhof in Lübbecke zu starten und anschließend den ZOB zu bedienen. Die Ankunftszeit in Minden am ZOB zur Minute 18 ist immer noch früh genug.

Desweiteren regt der VCD an, nicht bei den bisherigen Erfolgen stehen zu bleiben. Der Schnellbus erfüllt offensichtlich die Funktion eines Schienenersatzverkehres und dafür gilt in unserem Raum ein konsequenter Stundentakt und eine akzeptable Wochenendbedienung. Angesichts der in Kürze beginnenden Diskussion um die Fortschreibung des Nahverkehrsplanes für den Zeitraum 2003 bis 2008 sollte ein komplettes Angebot sowie die Durchbindung bis Pr. Oldendorf an zuständiger Stelle mitbedacht werden.