»Mit Kindern unterwegs - ökologisch und entspannt«

- Foto: vzbv, M. Gloger
Mit Kindern verändern sich die täglichen Wege im Alltag und in der Freizeit: Ihre Zahl nimmt zu, sie werden komplexer und damit zu einer logistischen wie organisatorischen Herausforderung. Viele Familien können sich die Bewältigung dieser Wege ohne Auto nicht vorstellen. Dieses Mobilitätsverhalten beeinträchtigt aber nicht nur die Umwelt, sondern auch die Sicherheit und Gesundheit der Kinder: Die Fahrt mit dem Pkw erhöht das Verkehrsaufkommen, ersetzt die selbständige Bewegung von Groß und Klein und beschränkt den Erlebnisraum von Kindern. Auch braucht es sehr viel Zeit, Kinder auf ihren Wegen zu begleiten.
Doch es gibt Alternativen. Sie stehen im Mittelpunkt des vom Bundesumweltministerium und dem Umweltbundesamt geförderten VCD-Projektes »Mit Kindern unterwegs - ökologisch und entspannt«. Das Projekt will alle, die mit Kindern unterwegs sind, bei der Wahl umweltverträglicher, sicherer, komfortabler und kostengünstiger Mobilitätsformen unterstützen, egal ob in Alltag, Freizeit oder Urlaub. Aber auch Kommunen und Verkehrsunternehmen sollen motiviert werden, mehr familienfreundliche Angebote zu unterbreiten. Das Positionspapier »Mit Kindern unterwegs - Anforderungen an kinder- und familienfreundliche Mobilitätsangebote« sowie eine Checkliste benennen die dafür geltenden Kriterien und erforderlichen Weichenstellungen (siehe Downloadbereich). Einige Kommunen und Verkehrsunternehmen gehen bereits mit gutem Beispiel voran, wie die Übersicht guter Praxisbeispiele zeigt.
VCD-Broschüre für Eltern und Großeltern

Vater Paul hat mit Kollegen eine Fahrgemeinschaft ins Büro organisiert, Lukas kommt mit dem »Laufbus« zur Schule und in den Urlaub fährt die ganze Familie mit der Bahn. Die neue VCD‑Broschüre zeigt, wie man mit Kindern auch ohne eigenes Auto entspannt unterwegs sein kann und wie kleine Veränderungen das Leben erleichtern. Anhand von Alltagssituationen zweier Beispielfamilien werden viele praktische Tipps für die Mobilität in Alltag und Freizeit gegeben. Das reicht von bewährten Konzepten wie dem »Laufbus«, bei dem Schulwege gemeinsam zu Fuß zurückgelegt werden, oder der Nutzung von Lieferservices und Fahrgemeinschaften bis zu neueren Entwicklungen wie Radroutenplanern, internetgestütztem privatem Autoteilen oder Elektrofahrrädern. Eine Fülle von Links und weiterführenden Informationen ergänzen die Broschüre.

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