Kinder im Verkehr

Radfahrer
Foto: VCD, R.Schukraft

Immer mehr Kinder erleben ihre Alltagswege nur noch aus der Windschutzscheibenperspektive im Elterntaxi. Das Auto als Verkehrsmittel - auch für kurze Wege - ist für viele Kinder selbstverständlich. Spaß beim Fahrrad- und Rollerfahren, stressfreie Bus- und Bahnfahrten, bei denen die Eltern Zeit für ihre Kinder haben - all dies sind Erfahrungen, die Kinder immer seltener sammeln können.

In Kindergarten und Schule wird das Thema Verkehr häufig auf die Verkehrssicherheit reduziert. Der VCD setzt sich dafür ein, dass Umwelt-, Sozial- und Gesundheitsaspekte in der Verkehrserziehung stärker berücksichtigt werden. Mit seinem Konzept »Kinder im Verkehr« verfolgt der VCD das Ziel, Kinder nicht nur fit für den Verkehr zu machen, sondern ihnen auch ihre Verantwortung bei der Verkehrsmittelwahl und ihre Mitgestaltungsmöglichkeiten für ein nachhaltiges Mobilitätssystem der Zukunft zu zeigen. Als schwächste Verkehrsteilnehmer bedürfen Kinder eines besonderen Schutzes. Selbst wenn die Zahlen im Verkehr getöteter Kinder unter 15 Jahren weiter sinken, 111 Opfer im Jahr 2007 sind 111 Tragödien zu viel. Dazu kommen laut statistischem Bundesamt 33.772 zum Teil schwer verletzte Kinder. Das Engagement für mehr Spiel- und Bewegungsraum und mehr Sicherheit auf Schul- und Alltagswegen bildet daher einen Schwerpunkt der VCD-Arbeit.

Kinder und Jugendliche nehmen ihre Umgebung anders wahr als Erwachsene. Mobilitätserziehung heißt deshalb für uns auch: mehr Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in Stadt- und Verkehrsplanung. Der VCD motiviert Kinder und Jugendliche, sich spielerisch und altersgerecht mit ihrer Mobilität und ihren Bedürfnissen an ihr Wohnumfeld auseinander zu setzen.

Kinder brauchen eine starke Lobby und die Unterstützung von Familie und Schule. Der VCD setzt sich deshalb für eine nachhaltige Mobilität in Schule und Kindergarten und für eine familienfreundliche Gestaltung des Verkehrs ein.

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