VCD: “Herr Klimmt, Norddeutschland benötigt keine A 20!”
Pressemitteilung 01/2000 vom 12.01.2000
Zum heutigen Besuch von
Verkehrsminister Klimmt an der A 20
Lübeck/Hamburg/Rotenburg (Wümme).
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) appelliert an Bundesverkehrsminister
Klimmt anlässlich seines heutigen Besuchs in Lübeck, den Weiterbau der
umstrittenen A 20 einzustellen. “Norddeutschland benötigt keine A 20,
sondern tragfähige Konzepte zum Ausbau des Schienenverkehrs im
Personen-, aber auch im Güterverkehr.”, so VCD-Sprecher Michael Frömming
vom “A 20-Koordinationsbüro” in Rotenburg (Wümme).
“Wir erwarten von der
rot-grünen Bundesregierung, die Pläne zur A 20, vor allem die Querung
der schützenswerten Wakenitz-Niederung, zu den Akten zu legen! Herr
Klimmt soll heute klarstellen, dass eine moderne Verkehrspolitik nicht
weiter auf milliardenschwere Investitionen in neue und ökologisch
unverträgliche Straßenprojekte setzen kann”, erklärt das
schleswig-holsteinische VCD-Landesvorstandsmitglied Hanno Brinkmann aus
Lübeck.
Nach Angaben des VCD sei der
geplante Weiterbau der A 20 nach Niedersachsen als sog. “Westliche
Umfahrung Hamburgs” nicht nur ökologisch unverträglich, sondern aus
verkehrlichen Gründen entbehrlich. “Wir setzen mittelfristig auf eine
Reduzierung des Lkw-Verkehrs durch Elemente der Ökosteuer. Überflüssige
Transporte vermeidet auf absehbare Zeit die auch vom VCD geforderte
europaweite Schwerlastverkehrsabgabe.”, ist sich Frömming sicher. Der Bundesverkehrsminister und sein schleswig-holsteinischer Kollege Bülck (SPD) haben die Chance, nun endlich zu beweisen, dass Rot-Grün eine andere Verkehrspolitik will als sie 16 Jahre lang zuvor die Kohl-Regierung betrieben hat. Also: Schluss mit teueren Autobahnprojekten - Güter auf die Schiene!”, fordert Carsten Knoch vom VCD-Landesverband Hamburg.
Rückfragen: Michael
Frömming, Tel. 0173 9330629
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