VCD: “Neue InterRegio-Verbindungen schaffen!”
Pressemitteilung 10/2000 vom 07.03.2000 Verbesserungen im InterRegio-Verkehr angemahnt
Hannover.
Deutliche Qualitätssprünge im InterRegio-Verkehr erwartet der
Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Niedersachsen, von der
Deutschen Bahn AG. “Immer neue Kürzungspläne und Gerüchte über
einstellungsbedrohte Zugverbindungen unterlaufen das Ziel, wieder mehr
Verkehre auf die umweltfreundliche Schiene zu bringen!”, erklärt
VCD-Landesvorsitzender Michael Frömming. Hintergrund der DB-Pläne: Das
Unternehmen will die Länder offensichtlich dazu zwingen, sich an den
Kosten für den InterRegio zu beteiligen.
Weitere Kürzungen im
niedersächsischen InterRegio-Verkehr, etwa bei den Verbindungen nach
Cuxhaven, Wilhelmshaven oder Norddeich nach der EXPO werde der Verband
verhindern helfen wollen. “Erst 1999 haben wir schmerzliche Einschnitte
in den Linien vom Ruhrgebiet an die Ostsee oder von Berlin Richtung
Niederlande mit ansehen müssen. Nun setzt die DB zur nächsten
Streichrunde an. Das Land darf dieser selbstzerstörerischen
Unternehmenspolitik der DB nicht weiter zusehen”, so Frömming.
Verkehrsminister Fischer
solle mit seinen Länderkollegen mit Nachdruck für den Erhalt und den
angemessenen Ausbau des InterRegios als eigenständige Zuggattung
plädieren. Durch den Wegfall der attraktiven Direktverbindung vom
Ruhrgebiet an die Ostsee hätten sich nach Meinung des VCD nicht nur
viele ältere Menschen, sondern auch zunehmend Fahrradtouristen von der
Bahn wieder abgewendet.
“Wir fordern von allen Beteiligten eine
Angebotsverbesserung für den InterRegio. Besonders für mittlere
Fernreisen eignet sich dieser Zug von seiner Ausstattung, den häufigeren
Haltestationen und Service-Einrichtungen besser als der Regional- oder
der schnelle ICE-Verkehr.”, so Frömming. Für Niedersachsen könnte sich
der VCD u.a. neue direkte InterRegios vom Ruhrgebiet nach
Schleswig-Holstein oder Mecklenburg-Vorpommern, von Berlin in die
Niederlande oder von der Nordsee nach Berlin über die “Amerika-Linie”
durchaus vorstellen. Vordringlich sei aber zunächst die
Bestandssicherung der jetzt noch verkehrenden Züge
Rückfragen: Michael Frömming, Tel. 0173
9330629
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