Dömitzer Eisenbahnbrücke hilft norddeutsche Verkehrsprobleme zu lösen

 


Pressemitteilung 11/2000 vom 09.03.2000

VCD plädiert auch für den regionalen Schienenverkehr über die Elbe

Hannover. Die alte Dömitzer Eisenbahnbrücke über die Elbe soll einen wesentlichen Beitrag zur Minderung der Kapazitätsprobleme bei der Eisenbahn in Norddeutschland leisten. Dies hat der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Niedersachsen, im Zusammenhang mit weiteren Verkehrsplanungen, wie die Y-Trasse Hamburg/Bremen nach Hannover, angeregt. Nach VCD-Angaben werde mit dem Ausbau bestehender Gleise der Druck auf die umstrittene Y-Trasse quer durch die Lüneburger Heide weiter zurückgefahren.

“Vor allem die Entlastung des Bahnknoten Hamburgs steht im Mittelpunkt unseres Interesses,” erklärt VCD-Landesvorsitzender Michael Frömming. “Die Deutsche Bahn stößt auf Kapazitätsengpässe, wenn ein Großteil des Schienenverkehrs aus Skandinavien und von den norddeutschen Ostseehäfen ausschließlich über Hamburg verkehren soll.”

Der VCD spricht sich für die Schaffung eines zusätzlichen Schienenkorridors sowohl für den Güter-, aber auch für den Personenverkehr von Rostock/Schwerin über Ludwigslust - Dannenberg nach Hamburg, beziehungsweise nach Hannover aus. Die Region Wendland profitiert bei der Reaktivierung der Dömitzer Elbbrücke vor allem auch durch die umweltfreundliche Anbindungen nach Hannover und an die Ostsee. Zunächst gelte es jedoch, den Regionalverkehr zwischen Ludwigslust und Dömitz im Fortbestand zu sichern. Die von der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern angestrebte Stilllegung wirke sich kontraproduktiv auf ein integriertes und umweltfreundliches Gesamtverkehrskonzept aus. Dass im Gegensatz dazu bald im Wendland die Bahnverbindung von Lüchow nach Dannenberg für den Personenverkehr reaktiviert wird, wertet der VCD als positives Signal für eine bessere Verkehrspolitik.                                   

Rückfragen: Michael Frömming, Tel. 0173 9330629

 

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