Statt in den Transrapid besser in das Schienennetz investieren

 


Pressemitteilung 12/2000 vom 15.03.2000

VCD spricht sich gegen Magnetbahn Hamburg – Amsterdam aus

Hannover/Bremen. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) appelliert an die beiden Regierungschefs Gabriel und Scherf anlässlich ihres heutigen Treffens in Bremen, die Pläne für eine alternative Transrapid-Anwenderstrecke von Hamburg über Bremen nach Amsterdam zu den Akten zu legen.

“Nach dem Aus für die sehr lange Verbindung von Berlin nach Hamburg ist die Errichtung einer milliardenschweren, noch längeren Transrapid-Strecke nach Holland schlicht unrealistisch. Gleichzeitig binden die Magnetbahn-Investitionen Gelder, die sinnvoller und zeitnäher in den Ausbau der Schieneninfrastrukutur fließen könnten”, erklärt der niedersächsische VCD-Landesvorsitzende Michael Frömming aus Rotenburg (Wümme). Norbert Lippek, VCD-Landesvorsitzender aus Bremen, favorisiert beispielsweise die möglichst rasche Modernisierung der “Amerika-Linie” von Bremen über Soltau nach Uelzen und den dreigleisigen Ausbau der Bahnstrecke von Bremen-Oslebshausen nach Bremen-Burg. “Wir wollen wieder mehr Verkehre auf die Schiene bringen. Dazu sollten die Investitionen auch dorthin fließen, wo sie zur Schaffung neuer Kapazitäten im Schienennetz  benötigt werden.”, betont Lippek.

Vom heutigen Treffen der beiden Regierungschefs erwartet der VCD deutliche Signale zum Ausbau einer umweltfreundlichen und finanzierbaren Infrastruktur für Norddeutschland. Der Transrapid und auch die Planungen für neue Fernstraßen, wie die “Westliche Umfahrung Hamburgs” (A 20), zählen dazu nach VCD-Angaben nicht.

Rückfragen: Michael Frömming, Tel. 0173 9330629,
Norbert Lippek, Tel. 0171 7851424

 

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