Hannover.
“Niedersachsens Verkehrsminister Dr. Peter Fischer (SPD) lässt die
umweltfreundliche Eisenbahn im Regen stehen. Für den neuen
Bundesverkehrswegeplan möchte das Land 400 Straßenbauprojekte umsetzen,
gleichzeitig aber nur 13 Eisenbahnstrecken modernisieren. Krasser kann
die Benachteiligung der Eisenbahn in Niedersachsen gar nicht aussehen”,
kritisiert Michael Frömming, Vorsitzender des Verkehrsclubs Deutschland
(VCD), Landesverband Niedersachsen.
Dass Niedersachsen bundesweit auch bei der
Bestellung zusätzlicher Zugleistungen einen traurigen Minusrekord
einnimmt, hatten nach VCD-Angaben die CDU und Grüne als
Oppositionsparteien erst kürzlich der Landesregierung vorgeworfen. “Die
einseitige Favorisierung der Straßen bei Neuinvestitionen ist aber eine
neuerliche Ohrfeige für alle, die sich für eine ökologisch orientierte
Verkehrspolitik auch in Niedersachsen einsetzen”, so Frömming. “Warum
nur muss sich Niedersachsen stets von fast allen anderen westlichen
Bundesländern eine bessere Bahnpolitik vormachen lassen?”
Der VCD fordert Fischer auf, seine Straßenbaupläne
zurückzufahren und der umweltfreundlichen Schiene endlich auch in
Niedersachsen deutlichere Perspektiven zu geben. Dazu gehörten neben
Ausbau bestehender Strecken auch die Reaktivierung von zur Zeit
brachliegenden Regionalbahnstrecken, etwa Osnabrück - Dissen Bad
Rothenfelde, Emden - Aurich, Bremervörde - Osterholz-Scharmbeck und
Rinteln - Stadthagen.
Rückfragen: Michael Frömming, Tel. 0173 9330629