VCD: “Bahnstrecke Lüneburg – Dannenberg erhalten und ausbauen!”
Pressemitteilung 16/2000 vom 04.04.2000 Unklare Zuständigkeiten gefährden Zukunft der Bahnstrecke ins Wendland
Hannover/Dannenberg.
Obwohl das Land Niedersachsen als Aufgabenträger auch für die nächsten
zwei Jahren Züge zwischen Lüneburg und Dannenberg fahren lassen möchte,
droht der 53 Kilometer langen Strecke nun das Aus. Die Deutsche Bahn AG,
Geschäftsbereich Netz, nimmt nach Informationen des Verkehrsclubs
Deutschland (VCD), Landesverband Niedersachsen, keine Bestellungen mehr
für Züge an. Im Fahrplan-Entwurf erscheint bei der Strecke ins Wendland
zur Zeit eine leere Tabelle.
Der Geschäftsbereich Netz
der Deutschen Bahn AG möchte vor weiteren Bestellungen nach VCD-Angaben
erst die Zusage erhalten, für eine angeblich baufällige Signalanlage
250.000 DM zu erhalten. “Auf dem Rücken der Fahrgäste versuchen die
verschiedenen betroffenen Stellen, sich die finanzielle Verantwortung
für das vernachlässigte Bahnnetz zuzuschieben. Ob dabei verunsicherte
Fahrgäste buchstäblich auf der Strecke bleiben, ist der privaten
Deutschen Bahn AG offensichtlich egal”, bemängelt der niedersächsische
VCD-Vorsitzende Michael Frömming. Der VCD plädiert für ein rasches klares Bekenntnis zum Erhalt und zur Modernisierung der gesamten Strecke Lüneburg – Dannenberg mit Option auf eine Anbindung Mecklenburg-Vorpommerns über die Dömitzer Elb-Brücke. Die erforderlichen Finanzmittel seien aus Umschichtungen aus dem Straßenbauetat zu erhalten.
Rückfragen: Michael
Frömming, Tel. 0173 9330629
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