VCD: Eisenbahnen erhalten und ausbauen!

 


Pressemitteilung 20/2000 vom 04.05.2000

Bessere Verbindungen nach Cuxhaven angemahnt

Cuxhaven/Hannover. Die Bahnverbindungen nach Cuxhaven müssen erhalten und deutlich verbessert werden. Dies fordert der Landesverband Niedersachsen des Verkehrsclub Deutschland (VCD) anlässlich des für kommenden Montag geplanten Treffens zwischen Bahnchef Mehdorn und dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Gabriel. Sowohl der Zustand der Strecken als auch der Fernverkehrsanschluss sei für eine Kur- und Hafenstadt dieser Bedeutung unzureichend.

Nach VCD-Angaben plant die Deutsche Bahn AG sogar das InterRegio-Angebot nach Cuxhaven zum kommenden Fahrplanwechsel auf ein einziges Zugpaar zu beschränken. Längere Fahrzeiten und teilweise ungünstige Anschlüsse in Bremerhaven seien ebenso ärgerlich wie zahlreiche Langsamfahrstellen auf der Stader Strecke. “Zwar gibt es ohnehin landesweit eklatante Versäumnisse in der Bahnpolitik. Cuxhaven scheint es aber ganz besonders hart zu treffen!”, urteilt Martin Mützel, geborener Cuxhavener und Mitglied im Landesvorstand des VCD. “Aber auch die kommunale Politik ist gefragt. Zusammen müssen Stadt und Landkreis auf die Deutsche Bahn AG und das Land Niedersachsen zum Erhalt und Ausbau der Bahnstrecken Druck ausüben.”, so Mützel weiter.

Der VCD begrüßt zwar ausdrücklich, dass das Land Niedersachsen die Elektrifizierung der Cuxhavener Strecken für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet hat. “Wir werden allerdings aufpassen, dass das kein Schaufensterantrag bleibt!” kündigt Mützel an. Durch eine Elektrifizierung könnten die InterRegios in das Ruhrgebiet um eine Viertelstunde beschleunigt werden. Da die Bahn südlich von Bremen sehr schnell ist, wären bei guten Anschlüssen attraktive Reisezeiten möglich. Auch der Güterverkehr würde profitieren, wenn Züge aus dem Hafen direkt in alle Zentren der Republik fahren, statt in Maschen umrangiert werden zu müssen.

Aber bereits jetzt wären Verbesserungen insbesondere im Fahrplan möglich. Der VCD hat schon 1995 ein Konzept vorgelegt, wie ein Stundentakt auf allen Strecken mit kurzen, aber sicheren Anschlüssen möglich wäre. Derzeit verpassen sich die Züge in Bremerhaven um teilweise nur 3 Minuten. Mützel: “Dies wäre schnell zu beheben. Dazu brauchen wir keine Millionen, sondern Flexibilität und guten Willen.”  

Rückfragen: Martin Mützel, Tel. 0171 9335381

 

[zurück zur Übersicht]