A 20-Antragskonferenz ohne VCD-Beteiligung

 


Pressemitteilung 21/2000 vom 15.05.2000

Umweltverband fordert Autobahn-Nullvariante

Hannover/Stade. Die Antragskonferenz zur geplanten A 20 als “Westliche Autobahnumfahrung Hamburg” findet an diesem Dienstag in Stade ohne Beteiligung des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) statt. Der ökologisch orientierte VCD mit seinen bundesweit 70.000 Mitgliedern rechnet nicht mit der ernsthaften Prüfung der Nullvariante. “Und nur eine Nullvariante kann Niederachsen vor einer der größten Fehlinvestitionen der kommenden Jahre retten”, erklärt der VCD-Landesvorsitzende Michael Frömming aus Rotenburg (Wümme).

Die Nachteile der A 20 liegen nach VCD-Angaben vor allem in der Förderung des internationalen Lkw-Transitverkehrs. “Das Nasse Dreieck wird vom Schwerlastverkehr überrollt. Damit gefährdet die Autobahn den gerade aufkeimenden Tourismus in der Region”, so Frömming. Die A 20 mit ihrer schon in Bau befindlichen östlichen Verlängerung in Richtung Stettin diene vor allem auch der Verlagerung von Arbeitsplätzen. Zur Minderung der schädlichen Auswirkungen der boomenden Lkw-Transporte plädiert der VCD für eine deutlich spürbare Schwerlastverkehrsabgabe, die der Bahn eine echte Chance im Verkehrsmarkt und somit wieder mehr Transporte bringen würde.

Dass die A 20-Planer der Umwelt kaum echte Chancen einräumen, zeigen nach VCD-Meinung allzu drastisch die erheblichen Eingriffe in den Naturhaushalt südlich Lübecks. Dort fallen in der schützenswerten Wakenitz-Niederung schon in wenigen Wochen die ersten Bäume der A 20 zum Opfer. “Diesen schweren verkehrs- und umweltpolitischen Sündenfall wollen wir Niedersachsen ersparen. Wer die A 20 in Niedersachsen will, wird auf heftigen Widerstand des VCD und anderer Umweltverbände stoßen”, so Frömming.

Rückfragen: Michael Frömming, Tel. 0173 9330629

 

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