Keine weiteren Fernstraßen für das Elbe/Weser-Dreieck
Pressemitteilung 24/2000 vom 23.05.2000 VCD plädiert für Einstellung der A 20-Planungen
Hannover/Bremervörde.
Für einen Stopp aller Fernstraßenplanungen im Elbe/Weser-Dreieck
plädiert der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband
Niedersachsen. “Jeder Kilometer neue Autobahn oder Umfahrungsstraße
blockiert wichtige Investitionsmittel, die besser in den Ausbau der
umweltfreundlichen Schiene gelenkt werden sollten”, erklärt der
VCD-Landesvorsitzender Michael Frömming aus Rotenburg (Wümme). Ein
besonderes Augenmerk richtet der VCD auf den Ausstieg aus den Planungen
für die sg. “Westliche Umfahrung Hamburgs” im Rahmen der A 20.
Die A 20 sei nach
VCD-Angaben besonders kontraproduktiv für die langersehnte
Verkehrswende. “Drei Milliarden DM Steuergelder möchten die
Landesregierungen Niedersachsens und Schleswig-Holstein opfern, um
internationale Lkw-Transitströme aus Skandinavien und Osteuropa in die
Beneluxstaaten durch eine noch relativ intakte Landschaft zu lenken. Die
regionale Entwicklung samt aufkeimenden sanften Tourismus kommt dabei
unter die Räder!”, kritisiert Frömming. Der VCD freut sich nach der
Antragskonferenz am 16. Mai in Stade, dass zumindest der nördliche Kreis
Rotenburg voraussichtlich von der A 20 verschont bleibe. Nun gelte es,
sich mit aller Kraft auch gegen die verbliebenen Varianten zu
engagieren. Der VCD rechnet für die Zukunft mit einem Schulterschluss
aller relevanter Umweltverbände gegen die A 20. “Am Ende der Prüfungen
erwarten wir für die A 20 die Nullvariante”, so Frömming.
Der VCD engagiert sich mit seinen
bundesweit 70.000 Mitgliedern bereits seit rund zehn Jahren für eine
umweltschonende und integrative Verkehrsplanung. Schon 1992 legte der
Verband das “Elbe/Weser-Verkehrskonzept” vor, dass mit einem Bruchteil
der Straßeninvestitionen eine Reaktivierung der wichtigsten Bahnstrecken
sowohl für den Güter- als auch für den Personenverkehr vorsah.
Rückfragen: Michael Frömming,
Tel. 0173 9330629
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