VCD: ”A 31-Weiterbau trotz knapper Landeskasse ist ein Skandal!”

 


Pressemitteilung 25/2000 vom 25.05.2000

Umweltverband plädiert für Streichung weiterer Investitionsmittel

Hannover. Einen Skandal nennt der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Niedersachsen, das starre Festhalten am Weiterbau des “Emslandspießes”, der A 31. Vor allem die Bereitstellung von 170 Millionen DM eigener Landesmittel für eine Bundesautobahn in Zeiten von Einsparungen und Streichkonzepten ruft den VCD auf den Plan. “Die SPD plant im Haushalt 2001 in fast allen Bereichen rigorose Sparmaßnahmen. Ausgerechnet im Straßenbau hingegen zeigt sich die Landesregierung mehr als spendabel: 170 Millionen DM zusätzlicher Mehrausgaben investiert Niedersachsen für den Lückenschluss der A 31 im Emsland. Da nehmen sich die 125 Millionen DM für die sog. Bildungsoffensive geradezu bescheiden aus, während der umweltfreundliche Nahverkehr überhaupt kein Investitionswachstum vorweist!”, beklagt VCD-Landesvorstandsmitglied Michael Gehrmann.

“Der VCD beobachtet fassungslos, wie ungeniert sich die SPD inzwischen als verlängerter Arm der Autolobby versteht, den Bildungs- und Sozialbereich mit Almosen abspeist und den umweltfreundlichen Nahverkehr als greifbare Alternative zu mehr Straßenbau eine Außenseiterrolle zuweist”, so Gehrmann weiter.

Der VCD fordert alle im Landtag vertretenen Parteien auf, den Haushaltstitel aus den Entwurfsplanungen zu streichen und die Gelder weitgehend in die Wiederbelebung von Schienenstrecken und Bahnstationen umzulenken. Andere Bundesländer mit ihrer Bahnpolitik hätten nach VCD-Angaben das Land Niedersachsen schon längst abgehängt.

Rückfragen: Michael Gehrmann, Tel. 0171 6036853

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