VCD: “Y-Trasse kein Beitrag für fortschrittlichere Verkehrspolitik in Niedersachsen!”

 


Pressemitteilung 31/2000 vom 03.07.2000

Zum heutigen Erörterungsverfahren der Y-Trasse
Hannover/Walsrode. Als ein unnötiges Prozedere bezeichnet der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Niedersachsen, das ab heute in Walsrode stattfindende Erörterungsverfahren zur sog. “Y-Trasse”. “Bis heute sind Deutsche Bahn AG und die Landesregierung fundierte fachliche Begründungen für die Notwendigkeit einer neuen Schnellfahrtrasse quer durch die Lüneburger Heide schuldig geblieben. Warum die Planer statt des Ausbaus vorhandener Schieneninfrastruktur an der Y-Trasse kleben, ist uns nach wie vor schleierhaft!”, erklärt VCD-Landesvorsitzende Michael Frömming aus Rotenburg (Wümme).

 Niedersachsen müsse nach VCD-Meinung gerade im Schienenverkehrssektor verkehrspolitisch sinnvollere, gleichzeitig auch umweltschonendere Investitionen vornehmen. Vor allem die ländlichen Regionen Niederachsens haben gegenüber anderen Bundesländern einen enormen Nachholbedarf an fortschrittlicheren Schienenverkehrsprojekten. Dazu zählt der VCD neben der Wiederbelebung von Zweigstrecken auch die Reaktivierung von zahlreichen Haltestationen in der Fläche.

Hinsichtlich des heute beginnenden Erörterungsverfahren zur Y-Trasse unterstützt der VCD die Bürgerinitiativen und Verbände, die sich statt der Hochgeschwindigkeitstrasse konsequent für einen Anschluss der betroffenen Städte und Gemeinden an die eigentlich umweltfreundliche Eisenbahn engagieren. Die jetzige Anbindung der Heideregion mit ihren derzeit zwei vorhandenen Verbindungen von Buchholz, Soltau nach Hannover und von Bremen, Soltau nach Uelzen lassen nach Ansicht des VCD noch manche Verbesserungswünsche offen.

Rückfragen: Michael Frömming, Tel. 0173 9330629

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