Achtung Autofahrer:
In den Ferien spielen Kinder verstärkt draußen!

 


Pressemitteilung 32/2000 vom 10.07.2000

VCD: Kinder verunglücken meist nachmittags

Hannover. Kinder verunglücken weniger auf dem Schulweg als beim Spielen am Nachmittag in der Nähe ihrer Wohnung. Darauf hat zum Beginn der Sommerferien in Niedersachsen am kommenden Donnerstag der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hingewiesen. Zwar ist das Unfallrisiko vor Schulbeginn ebenfalls beträchtlich, doch steigt nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die Zahl der verunglückten Fußgänger und Fahrradfahrer zwischen sechs und fünfzehn Jahren nach Schulende beständig an. Die meisten Kinderunfälle passieren zur Spielzeit zwischen 16 und 18 Uhr im Umkreis von 500 Metern zur elterlichen Wohnung. Im Sommer ist die Zeit zwischen 13 und 19 Uhr besonders unfallträchtig für Kinder auf dem Rad oder zu Fuß.

Deshalb bittet der VCD zum Beginn der Sommerferien alle Autofahrer: “Bitte fahren Sie besonders vorsichtig. Kinder spielen jetzt verstärkt draußen!” Der Umwelt- und Verbraucherverband betonte, dass Kinder von ihrer Entwicklung her nicht in der Lage sind, sich “verkehrsgerecht” zu verhalten. So sind Kinder nicht in der Lage, von rechts und links kommende Fahrzeuge gleichzeitig zu erfassen. Aufgrund ihrer geringen Körpergröße werden Kinder zwischen parkenden Autos oft von den Autofahrern übersehen. Umgekehrt versperren parkende Autos Kindern den freien Blick bei der Überquerung einer Strasse.

“Helfen Sie mit, das Leben unserer Kinder zu schützen!”, appelliert der niedersächsische  VCD-Landesvorsitzende Michael Frömming. “Und parken Sie bitte nicht auf den Spielwege der Kinder. Der Nachwuchs hat ein Recht darauf, draußen zu spielen und nicht in eingezäunten Spielreservaten.” Europaweit sind deutsche Kinder durch den Straßenverkehr am meisten gefährdet. 46.000 Kinder verunglücken jährlich auf deutschen Straßen, fast 14.000 werden durch Unfälle schwer verletzt und über 300 Kinder sterben.

Rückfragen: Michael Frömming, Tel. 0173 9330629

 

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