Mehr Tempo 30 als Sofortmaßnahme gegen tödliche Kinderunfälle

 


Pressemitteilung 34/2000 vom 03.08.2000

Statistisches Bundesamt gibt Steigerung der Kinderunfallzahlen bekannt

Besorgniserregende Zahlen für Niedersachsen veröffentlicht

Hannover. Den starken Anstieg bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommener Kinder in Niedersachsen betrachtet der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Niedersachsen, mit großer Sorge. Gegenüber 28 tödlich verunglückter Kinder 1998 verzeichnet die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichte Bilanz für 1999 einen Anstieg um 19 auf 47 tödlich verunglückter Kinder im Straßenverkehr.

“Dies ist ein Armutszeugnis für die Verkehrspolitik in Deutschland und insbesondere auch für Niedersachsen!”, erklärt das VCD-Landesvorstandsmitglied Michael Gehrmann. Seit Jahren verunglücken bundesweit fast 50.000 Kinder jährlich, 14.000 werden durch Unfälle schwer verletzt  und über 300 Kinder sterben. Drei Viertel der Unfälle ereignen sich innerhalb geschlossener Ortschaften.

Der VCD fordert in Niedersachsen von der Landesregierung ein Sofortprogramm zum Schutz der Kinder vor dem Straßenverkehr. Verkehrsminister Peter Fischer solle sich beispielsweise für eine Absenkung der innerörtlichen Höchstgeschwindigkeit engagieren. Mindestens in den Wohngebieten plädiert der VCD für Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit. Auch für gefährdete Ortsdurchfahrten müssten verkehrssichernde Maßnahmen zur Geltung kommen. Stärkere Radarüberwachungen durch die Polizei, aber vor allem auch bauliche Umgestaltungen der Straßen müssten in Erwägung gezogen werden. “Je langsamer ein Auto fährt, desto größer die Chance einen Unfall zu überleben”, so Gehrmann.

Rückfragen: Michael Gehrmann, Tel. 05323 78947

 

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