Benzinpreisdiskussion:
VCD sieht Chancen für mittelfristige Reduzierung der Lkw-Transporte

 


Pressemitteilung 36/2000 vom 11.09.2000

Versachlichung der Diskussion gefordert

Hannover. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) sieht in der aktuellen Diskussion um höhere Benzinpreise Chancen für eine Reduzierung der umweltschädigenden Lkw-Transporte auch in Niedersachsen. “Eine Verteuerung der Lkw-Transporte zieht mittelfristig die von allen Parteien geforderte Verlagerung von Transporten auf die umweltfreundliche Eisenbahn nach sich und mindert zudem den Druck, neue Fernstraßen durch das Land zu ziehen.”, erklärt VCD-Landesvorsitzender Michael Frömming. Der VCD fordert angesichts teilweise populistischer Äußerungen nach Abschaffung der Ökosteuer eine Versachlichung der aktuellen Benzin-Debatte.

Von den politischen Parteien im niedersächsischen Landtag erwartet der VCD eine Unterstützung der Ökosteuer als ein Instrument, die Belastungen vor allem des Straßengüterverkehrs zu minimieren. “Angesichts der immensen Zuwachsraten des Lkw-Verkehrs ist eine Reduzierung dieser Transporte dringend nötig.”, so Frömming. “Seit 1991 stieg der Lkw-Verkehr um 25%, die Eisenbahn transportiert heute nur noch 16% aller Güter.” Eine gerechte Anlastung externer Folgekosten der Lkw schaffe zudem eine europaweite Schwerlastverkehrsabgabe, die sowohl in- als auch ausländische Fuhrunternehmen entrichten müssten. Dies war vergangene Woche auch ein Ergebnis einer Expertenkommission des Bundesverkehrsministeriums im sogenannten “Pällmann”-Bericht.

Dass eine Reduzierung von Lkw-Transporten auch den Druck auf den Bau milliardenschwerer Fernstraßen lindert, erwartet der VCD als mittelfristigen positiven Nebeneffekt. Alleine für die vornehmlich als Lkw-Transitachse geplante “Westliche Autobahnumfahrung Hamburgs” (A 20) könnten drei Milliarden DM eingespart und in den Ausbau des Schienengüterverkehrs gelenkt werden.  

Rückfragen: Michael Frömming, Tel. 0173 9330629

 

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