Hannover.
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) sieht in der aktuellen Diskussion um
höhere Benzinpreise Chancen für eine Reduzierung der umweltschädigenden
Lkw-Transporte auch in Niedersachsen. “Eine Verteuerung der
Lkw-Transporte zieht mittelfristig die von allen Parteien geforderte
Verlagerung von Transporten auf die umweltfreundliche Eisenbahn nach
sich und mindert zudem den Druck, neue Fernstraßen durch das Land zu
ziehen.”, erklärt VCD-Landesvorsitzender Michael Frömming. Der VCD
fordert angesichts teilweise populistischer Äußerungen nach Abschaffung
der Ökosteuer eine Versachlichung der aktuellen Benzin-Debatte.
Von den politischen Parteien
im niedersächsischen Landtag erwartet der VCD eine Unterstützung der
Ökosteuer als ein Instrument, die Belastungen vor allem des
Straßengüterverkehrs zu minimieren. “Angesichts der immensen
Zuwachsraten des Lkw-Verkehrs ist eine Reduzierung dieser Transporte
dringend nötig.”, so Frömming. “Seit 1991 stieg der Lkw-Verkehr um 25%,
die Eisenbahn transportiert heute nur noch 16% aller Güter.” Eine
gerechte Anlastung externer Folgekosten der Lkw schaffe zudem eine
europaweite Schwerlastverkehrsabgabe, die sowohl in- als auch
ausländische Fuhrunternehmen entrichten müssten. Dies war vergangene
Woche auch ein Ergebnis einer Expertenkommission des
Bundesverkehrsministeriums im sogenannten “Pällmann”-Bericht.
Dass eine Reduzierung von
Lkw-Transporten auch den Druck auf den Bau milliardenschwerer
Fernstraßen lindert, erwartet der VCD als mittelfristigen positiven
Nebeneffekt. Alleine für die vornehmlich als Lkw-Transitachse geplante
“Westliche Autobahnumfahrung Hamburgs” (A 20) könnten drei Milliarden DM
eingespart und in den Ausbau des Schienengüterverkehrs gelenkt werden.
Rückfragen: Michael
Frömming, Tel. 0173 9330629