VCD: „Keine UMTS-Mittel für die A
26!“
Pressemitteilung 41/2000 vom 11.10.2000
Ausbau des Bahnverkehrs angemahnt
Hannover/ Stade. Der Verkehrsclub
Deutschland (VCD) kritisiert die Pläne des niedersächsischen
Verkehrsministeriums zum zügigen Bau der A 26 aus UMTS-Erlösen. Minister
Fischer hatte zuvor die A 26 als eine bedeutende strukturpolitische
Maßnahme nach dem Ende des AKW Stade angekündigt.
„Die UMTS-Mittel sollten ausschließlich in den umweltfreundlichen
Schienenverkehr in der Fläche fließen, um so auch eine Alternative zum
eigenen Pkw-Gebrauch anbieten zu können! Gelder in die von
Verkehrsminister Fischer favorisierten Planungen für die A 26 lehnen wir
als ökologisch unverträglich ab.“, erklärt der VCD-Landesvorsitzender
Michael Frömming. Der VCD plädiert für eine rasche Verbesserung der
Bahnverbindung von Stade nach Hamburg und Cuxhaven sowie für eine
mittelfristige Reaktivierung der Regionalbahnlinie von Stade nach Bremen
über Bremervörde, Gnarrenburg und Osterholz-Scharmbeck.
„Nach dem Ende des AKW Stade bestünde mit einem besseren
Schienenanschluss Stades auch die Möglichkeit, im Bereich sanften
Tourismus neue Gäste in die Region zu locken und neue Arbeitsplätze zu
schaffen“, so Frömming. „Die A 26 mit ihren massiven Eingriffen in das
Alte Land stellt für die Tourismusbranche hingegen eine erhebliche
Belastung dar.“ Der VCD appelliert an die Bundesregierung ferner,
generell keine UMTS-Mittel für den Straßenbau zur Verfügung zu stellen.
Rückfragen: Michael
Frömming, Tel. 0173 9330629
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