VCD "Alle A20-Varianten zu den Akten legen!"
Pressemitteilung 44/2000 vom 16.11.2000
Neue
Autobahn verkehrlich nicht notwendig und ökologisch nicht vertretbar
Hannover.
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) appelliert an Politik und Verwaltung
im Elbe/Weser-Dreieck, die „unnötige Debatte“ um die Linienführung der A
20 endlich zu beenden. „Alle A 20-Varianten gehören zu den Akten
gelegt!“, erklärt der niedersächsische VCD-Landesvorsitzende Michael
Frömming aus Rotenburg (Wümme). „Die neue Autobahn ist ökologisch
unvertretbar und verkehrlich entbehrlich“ Mit
Unverständnis verfolgt der VCD die seit Wochen schwelende Debatte um die
verschiedenen A 20-Varianten. „Der Bundesverkehrswegeplan ist mit rund
100 Milliarden DM hoffnungslos unterfinanziert. Nach jahrelanger
Vernachlässigung und angesichts der dramatischen Situation der Deutschen
Bahn AG kann jetzt nur eine deutliche Kurskorrektur zugunsten des
Ausbaus der vorhandenen Schieneninfrastruktur erfolgen,“ so Frömming.
Weitere Autobahnen manifestieren nach Ansicht des VCD lediglich
überholte Konzepte aus den sechziger und siebziger Jahren.
Mit Bedauern stellt der VCD fest,
dass zwischenzeitlich auch die SPD im Elbe/Weser-Raum umweltfreundlichen
Verkehrskonzepten eine Absage erteilt und für den Bau der drei
Milliarden DM teuren A 20 plädiert. „Jenseits von gut und böse“, so
Frömming, „argumentiert allerdings der CDU-Landtagsabgeordnete Heiner
Ehlen mit dem Ausbau der Bundesstraßen B 71 und B 74 an den
verkehrspolitischen Realitäten vorbei! Wer seine eigene Heimat dem
internationalen Lkw-Transitverkehr preisgibt, hat den Überblick über
finanzielle und ökologische Rahmenbedingungen längst verloren.“ Der VCD plädiert für eine deutliche Reduzierung des Lkw-Verkehrs durch eine europaweite deutliche Schwerlastverkehrsabgabe. Hierzu hat die rot-grüne Bundesregierung erste Schritte in die Wege geleitet. Ferner könne mit einem Bruchteil der A 20-Investitionen der regionale Schienenverkehr deutlich verbessert werden. An die Bewohner des Elbe/Weser-Dreiecks applelliert der VCD, die A 20-Planungen nicht als „Gott gegeben“ hinzunehmen. „Noch bestehen aussichtsreiche Chancen, die A 20 zu verhindern“, so Frömming.
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