VCD erwartet klare Kurskorrektur pro Schiene

 


Pressemitteilung 47/2000 vom 08.12.2000

Lkw-Fahrer-Proteste in Niedersachsen:

Europäische Schwerverkehrsabgabe angemahnt

Hannover. Anläßlich der für dieses Wochenende angekündigten
Lkw-Fahrer-Proteste in Niedersachsen appelliert der Verkehrsclub
Deutschland (VCD), Landesverband Niedersachsen, an die Politik endlich eine Verkehrswende zu Gunsten einer deutlichen Verlagerung von Gütertransporten auf die Schiene einzuleiten. Dazu zählt die Einführung einer europaweiten Schwerlastver- kehrsabgabe für alle Lkw.

„Volkswirtschaftlich gesehen stellt der Lkw-Verkehr eine untragbare
Belastung dar. 1997 fuhren die Lkw in Deutschland nach einer Analyse der Verbände UMKEHR e.V. und FUSS e.V. volkswirtschaftliche Verluste in Höhe von 78,6 Mrd. DM ein. Zusätzlich haben die unfairen Wettbewerbsbedingungen zwischen Straße und Schiene den Güteranteil für die umweltfreundliche Eisenbahn auf 16% reduziert, während er beim Schwerlastverkehr auf 67% stieg.“ erklärt VCD-Landesvorsitzender Michael Frömming.

Der VCD erwartet sowohl von der niedersächsischen Landes- als auch von der Bundesregierung an diesem Wochenende klare Bekenntnisse für eine Reduzierung des Schwerlastverkehrs insgesamt. Dazu zählt der VCD neben der raschen Einführung einer angemessen hohen Schwerlastverkehrsabgabe für alle Lkw auch die Förderung regionaler Konzepte zur Verlagerung von Gütertransporten auf die Schiene. „Viele regionale Bahnge- sellschaften stehen bereits mit dem Fuß in der Tür, wieder mehr Transporte umweltfreundlich über die Scheine abzuwickeln“, so Frömming. „Weniger Lkw-Transporte in der Zukunft bedeutet ferner, auch auf milliardenschwere neue Fernstraßenvorhaben verzichten zu können.“

Rückfragen: Michael Frömming, Tel. 0173 9330629

 

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