VCD: Niedersachsens Mittelzentren brauchen Anschluß an Fernzug
Pressemitteilung 02/2002 vom 23.01.2002 Aufgabe des InterRegio duch Deutsche Bahn AG Faire Ausschreibung von Ersatzverkehren gefordert Hannover. Mit dem Bekanntwerden der endgültigen Aufgabe des beliebten InterRegio-Verkehrs in ganz Deutschland droht vielen niedersächsischen Mittelzentren der Anschlussverlust an den zuschlagfreien Schienenfernverkehr. Konkret betroffen sind Bad Bentheim, Emden, Leer, Meppen, Lingen, Lüneburg, Uelzen, Celle, Verden, Nienburg, Peine, Alfeld, Kreiensen und Northeim. Fahrgäste in diesen Städten können künftig als Alternative den zuschlagpflichtigen InterCity oder langsamere Regionalzüge nutzen. „Dies ist absolut kundenfeindlich!“, bemängelt VCD-Landesvorsitzender Michael Frömming. „Statt ihr InterRegio-Netz auszubauen und mehr Kunden auf die Bahn zu locken, gibt sich die Deutsche Bahn AG offensichtlich viel Mühe, ihre bisherigen treuen Kunden zum Pkw-Gebrauch zu drängen. Aus umwelt- und verkehrspolitischer Sicht ist dies ein eklatanter Rückschritt!“ Der VCD fordert die Landesregierung in Hannover auf, alle erdenklichen Schritte zu unternehmen, das vorhandene InterRegio-Angebot mindestens zu erhalten. Bereits seit dem letzten Jahr fahren keine InterRegios nach Wilhelmshaven, Bremerhaven und Cuxhaven. Um dauerhaft eine Lösung für
den Schienenpersonen-Fernverkehr in Niedersachsen zu sichern, schlägt
der VCD eine faire Ausschreibung von Ersatzverkehren landesweit vor. Die
Landesregierung müsse zur Bereitstellung der erforderlichen Mittel auch
Druck auf den Bund ausüben. Dieser ist nach wie vor für den
Schienenfernverkehr zuständig.
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